Rettung

Absage abgesagt: LiLaBe-Party steigt am Hühnerposten

LiLaBe-Gründer und Veranstalter Hans Böhrs (78, Mitte) lässt auch in diesem Jahr die Puppen tanzen. Er verlegt LILaBe aus Bergedorf an den Hauptbahnhof. (Archivfoto)

LiLaBe-Gründer und Veranstalter Hans Böhrs (78, Mitte) lässt auch in diesem Jahr die Puppen tanzen. Er verlegt LILaBe aus Bergedorf an den Hauptbahnhof. (Archivfoto)

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Lohbrügge. Die am Wochenende überraschend abgesagte Faschingsparty LiLaBe findet nun doch statt - am Hühnerposten in der Nähe des Hauptbahnhofs.

LiLaBe ist gerettet! „Norddeutschlands größte und wildeste Faschingsparty“ (Eigenwerbung) soll nun am ursprünglich vorgesehenen Wochenende 23/24. Februar in der Eventlocation Hühnerposten in der Nähe des Hauptbahnhofs steigen. Am vergangenen Samstag hatte LiLaBe-Gründer und Veranstalter Hans Böhrs die Veranstaltung zunächst überraschend abgesagt, nachdem die HAW seiner Firma Euracustik einen Mietvertrag für die HAW in Lohbrügge verweigert hatte (wir berichteten).

Böhrs: „Wir konnten die Fans nicht enttäuschen“

„Wir waren von den Reaktionen der LiLaBe-Fans auf die Absage überwältigt“, schildert Böhrs: „Mehr als 90.000 haben sich über unsere Webseite gemeldet, 9.500 bei Facebook. Alle waren von der Absage tief betroffen, viele hatten schon Kostüme genäht, Urlaub eingereicht oder Hotelzimmer gebucht.“

Gemeldet hätten sich aber auch mehrere Betreiber von mehr oder minder geeigneten Eventlocations. „Darunter auch der Vermieter des Hühnerpostens. Nachdem wir die Räume besichtigt hatten, wurden wir uns schnell einig. So können wir die Absage wieder absagen“, freut sich der 78-jährige „Mr. LiLaBe“ Böhrs.

LiLaBe steigt - aber deutlich kleiner

Wegen der nun sehr sportlichen, kurzen Vorlaufzeit und dem völlig anderen Raumkonzept müsse LiLaBe in diesem Jahr ein wenig abgespeckt werden. „Wir planen vier Dance-Floors mit vier DJs und einer Liveband sowie einem Walking-Act. Die Anzahl der Bars müssen wir auf fünf reduzieren“, schildert Hans Böhrs. Die Karten sollen vorab pro Abend 18 Euro plus 10 Prozent Vorverkaufsgebühr kosten. Wer am Abend spontan kommt, zahlt 25 Euro. Ein „All-Night-Ticket“ für beide Abende soll online für 30 Euro verkauft werden.

Nach 42 Jahren kehrt LiLaBe Bergedorf den Rücken

Ob der Hühnerposten auch für weitere Jahre die neue Heimat für LiLaBe sein wird, kann Böhrs noch nicht sagen. „Jetzt müssen wir erst mal richtig ranrauschen, um die Party noch so spontan in vollem Glanz auf die Beine zu stellen“, so der Veranstalter: „Ich freue mich, dass wir die vielen Tausend Fans aus 42 Jahren doch nicht enttäuschen müssen. Wir lassen uns das Feiern von den HAW-Bürokraten doch nicht verbieten!“

Für Bergedorf dürfte der schnelle Wechsel in eine citynahe und verkehrsgünstig sehr zentral gelegene Halle allerdings eine bittere Pille sein. Damit wandert die nach dem Stadtfest zweitgrößte Veranstaltung aus Bergedorf nach Hamburg ab.