Bergedorf

Der nächste Fall eines burschikosen Privatdetektivs

Neuer Roman  Nachwuchs-Krimiautor Henri Pose bringt am Freitag dritten Krimi raus

Bergedorf. . Stundenlang saß er im vergangenen Sommer auf der Mauer vor dem Hansa-Gymnasium. Mit Stift und Block. Doch der junge Mann zeichnete nicht etwa die Kulisse vor dem Schulgebäude. Er schrieb an seinem neuen Buch. „Ich wollte mich an den Originalschauplätzen der Handlung inspirieren lassen“, beschreibt Henri Pose seine Arbeitsweise für „Mord an der Alster“. So wird der neue Titel heißen, der nächsten Freitag, 17. Februar, als E-Book beim renommierten Ullstein-Verlag in der Digitalsparte „Midnight“ erscheinen und 212 Seiten lang sein wird (Preis 3,99 Euro).

Der Titel irritiert: „Mord an der Alster“ ist größtenteils ein Bergedorf-Krimi. Die Eisenplastik von Klaus Noculak auf dem Herzog-Carl-Friedrich-Platz in Lohbrügge, ein typisches Wohnhaus am Reetwerder, die „Imbiss-Oase“ in Wentorf oder eben die Schule an der Hermann-Distel-Straße – das sind nur einige der Schauplätze.

Pose wählte eine anspruchsvolle Erzähltechnik: „Es gibt das Jetzt, das im Hamburger Raum spielt, und es gibt Rückblenden in die Vergangenheit, die in Bergedorf spielen. Diese Handlungsstränge werden miteinander verknüpft.“ Das funktioniert, meint der Autor: „Der Leser weiß sofort, dass es zwei Erzählzeiten gibt.“

Im Zentrum seines dritten Romans steht, wie beim Vorgänger „Der letzte Schwan“, Privatdetektiv Daniel Brügge. Ein 34 Jahre alter Privatdetektiv, eher der burschikose Ermittler und keiner, der umherschleicht. Sein aktueller Fall betrifft und berührt ihn persönlich. Brügges bester Freund wird Opfer eines Mordes. Direkt an der Lohbrügger Eisenplastik. Wie das mit dem Titel „Mord an der Alster“ korrespondiert? „Das begreift man beim Lesen“, sagt Pose.

Das Literaturtalent baut wie in seinen bisherigen Titeln „Eridanos“ und „Der letzte Schwan“ auf seinen geliebten Krimi-Noir-Stil und Originalstätten, die er selbst kennt. Ein Erfolgsrezept: Denn mit Kommentaren zu den Erstlingen kann der 22-Jährige, der hauptberuflich Versicherungskaufmann ist, sehr zufrieden sein. „Den Schwan fanden viele Nicht-Hamburger ideal, um die Stadt kennenzulernen.“