Umbau

Sander Tannen bald fit für die Leichtathletik

Im Stadion Sander Tannen sprinten, werfen und springen bald auch Leichtathleten.

Im Stadion Sander Tannen sprinten, werfen und springen bald auch Leichtathleten.

Foto: Thomas Rokos / Rokos

Bergedorf. GSB-Schüler dürfen jubeln: Die Leichtathletik kehrt an die Sander Tannen zurück und bietet Top-Voraussetzungen.

Bergedorf.  Eine Sportanlage soll im Sommer neu erstrahlen: Ins Stadion an den Sander Tannen, in dem zuletzt allein der Fußball regierte, kehrt nun die Leichtathletik zurück. Entsprechende Anlagen sollen ab Mai dort errichtet werden. Auch die baufällige Tribüne soll zeitnah saniert werden.

Fred Osterhage, zuständig für Sportstätten im Bezirksamt, präsentierte im Ausschuss für Schule und Sport eine Planskizze. Demzufolge entstehen an der Kopfseite zur Krusestraße hin insgesamt drei Weitsprunganläufe, zwei Kugelstoß-Ringe, eine Speerwurf- sowie eine Hochsprung-Anlage. An der Ostseite ist der Bau einer 100-Meter-Sprintbahn vorgesehen.

Alte Laufbahn verschwindet

Überdies nehmen sich Bezirksamt, zentrales Sportstättenmanagement und die Stadtteilschule Bergedorf (GSB), die gemeinsam am Planungstisch saßen, die maroden Tribünen vor. Hier sollen drei bis vier Traversen-Ebenen aus Beton entstehen, die bis zu 250 Besuchern Platz bieten.

Die bisherige veraltete Laufbahn um den Fußballplatz verschwindet. Alternativ vorstellbar wäre die Aufrüstung auf eine moderne Kunststoffbahn gewesen – für 500 000 Euro! Keine Option für Osterhage: „Wir verabschieden uns von der Stadionbahn.“ Stattdessen werden neue Rasenflächen und Pflanzen eingesät.

„Aufwertung der Anlage“

Was nun kommt, dürfte die GSB zufrieden stellen. Etwa 1500 Schüler bekommen nun ersehnte Anlagen in unmittelbarer Nähe für ihren Sport-Unterricht. Walter Römmer, ehemaliger Regionalbeauftragter des Schulsports und pensionierter GSB-Sportlehrer, freut sich: „Die Qualität der Anlage wird aufgewertet.“ Bei der ersten Umgestaltung der Sander Tannen im Jahr 2000 waren sämtliche Leichtathletik-Stätten verschwunden.

226 000 Euro sollen nach einer ersten Kostenprognose für Sprunggruben und Co. investiert werden, Drainagen und Grünarbeiten kosten 70 000 Euro, 80 000 Euro verschlingt der Tribünenumbau. 200 000 Euro aus der Sanierungsoffensive liegen für den Sportstättenbau parat – bleibt ein Fehlbetrag von 176 000 Euro. Diskutiert wird nun über eine „Mischfinanzierung“ , bei der nach Sondertöpfen, jedoch auch nach Mitteln im Bezirksamt gesucht werden soll. Osterhage betont: „Die Leichtathletik-Anlagen werden wir auf jeden Fall realisieren.“

Fußballer sind einverstanden

Mittlerweile hat das Bezirksamt auch mit den Fußballklubs (ASV 85 und FC Bergedorf) gesprochen und die Pläne vorgestellt. Bei den Kickern ist die anfängliche Skepsis offenbar gewichen. Bezirksamtssprecherin Gabriele Günter berichtet: „Sie waren damit einverstanden.“