Lohbrügge

Firmen kritisieren Uni-Pläne

Holzwirtschaft Krisenstab gegen Standort-Schließung

Lohbrügge.  „Zentrum Holzwirtschaft darf nicht sterben!“ und „Recht auf Bildung“: Diese Banner hängen seit gestern an der Leuschnerstraße. Studenten und Wissenschaftler protestieren gegen Überlegungen der Universität Hamburg, den Studiengang auf dem Gelände des Thünen-Instituts für Einsparungen aufzugeben (wir berichteten).

Bei den Holzwirten hat sich ein Krisenstab mit 15 Mitgliedern gegründet, zu dem auch Wissenschaftler des Bundesinstituts Thünen gehören. Die Gruppe setzt sich dafür ein, den Studiengang mit über 250 Studenten zu erhalten. Unterstützt wird sie auch von Universitäten aus dem In- und Ausland. „Zahlreiche Professoren haben angekündigt, dass sie eine Nachricht an die Wissenschaftssenatorin verfassen wollen“, berichtet Prof. Jörg B. Ressel. Auch auf Unternehmensseite werden die Pläne kritisch gesehen: „Durch die Holzindustrie geht ein Aufschrei, sie fürchtet einen Mangel an qualifizierten Kräften“, sagt Dinah Urban, Vorsitzende des Bundes Deutscher Holzwirte, dem 750 Absolventen aus Lohbrügge angehören.

Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) hatte in einem „Abendblatt“-Interview angekündigt, Budget-Steigerungen zu prüfen. Pikant: Gerade heute tagt in Hamburg die Nord-Konferenz zur bundesdeutschen Nachhaltigkeitsstrategie – ein Thema, das die Holzwirte stark beschäftigt.

Das Zentrum Holzwirtschaft ist auf Facebook und Twitter (@holzwirtschaft) aktiv, Hashtag: #WirLassenUns NichtAbsägen.