Sternwarte

Neues Teleskop für die Suche nach fremden Planeten

Foto: Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Die Sternwarte rüstet im wohl spannendsten Kapitel der Astrophysik nach: Mit zwei neuen Kuppelbauten wird die auf dem Gojenberg betriebene Suche nach fremden Planeten optimiert.

Es geht um die Entwicklung von Spezialinstrumenten zum Verarbeiten der Himmelsdaten. Verantwortlich für die Neubauten ist das Team von Prof. Dr. Günter Wiedemann, der lange bei Nasa und Europäischer Südsternwarte in Chile mit der Instrumentierung befasst war.

Seit einem Jahrzehnt ist der heute 56-Jährige an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf. Ebenso lange hat es gedauert, bis er jetzt endlich die eigene Forschungsstätte in Betrieb nehmen kann: Unter dem nüchternen Namen „CDK 700“ bildet ein im Vergleich zu den alten Teleskopen fast winziges Gerät das Zentrum.

Es steht gleich hinter dem 1-Meter-Spiegel des Besuchzentrums der Sternwarte in einer Miniaturausgabe der anderen Kuppelbauten. Nur 4,5 Meter im Durchmesser hat das kreisrunde Fundament, auf dem eine ebenfalls 4,5 Meter hohe, komplett zu öffnende Kuppel aus mit Glasfaser verstärktem Kunststoff thront. Im Inneren des 200.000-Euro-Projektes steht das in den USA gebaute Teleskop.

Mit der Instrumenten-Forschung kann nun begonnen werden. „Die Kollegen entwickeln Ideen und Konzepte, wie die im All ja eigentlich unsichtbaren Planeten aufgespürt werden können. Unsere Sache ist es dann, die dazu passenden Geräte zu bauen“, sagt Günter Wiedemann, der das als großes Abenteuer unserer Zeit sieht: „Wir sind dabei, einen Planeten zu suchen, auf dem menschliches Leben möglich ist.“

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