Reetwerder

Auto-Saboteur vom Reetwerder ist offenbar gefasst

Foto: Carsten Neff / Neff

Bergedorf. Ein Saboteur hat wochenlang im Reetwerder Fahrzeuge beschädigt und damit das Leben ihrer Benutzer gefährdet. Am Montagabend erhielt die Polizei einen Hinweis. Gegen 22.40 Uhr konnten die Beamten den Tatverdächtigen festnehmen. Zuvor hatte dieser Nummernschilder der "enjoy"-Fahrschule umgeknickt.

Der skrupellose Saboteur vom Reetwerder, der in den vergangenen Wochen rund um diese Wohnstraße mehrmals Fahrzeuge beschädigt, dabei Leib und Leben ihrer Benutzer gefährdet hat, ist offenbar gefasst. Nach dem Hinweis einer Anwohnerin konnte die Polizei am Montag gegen 22.40 Uhr im Reetwerder einen Mann mittleren Alters festnehmen, den sie mit großer Sicherheit für den Täter hält.

Die Zeugin hatte beobachtet, wie ein Mann im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit die Nummernschilder dreier Motorräder der Fahrschule „enjoy“ umknickte. An denselben Motorrädern hatte der gesuchte Täter gut eine Woche zuvor die Bremsschläuche angeschnitten und so die Bremsen außer Kraft gesetzt (wir berichteten).

Die Frau lief nach ihrer Beobachtung in die griechische Gaststätte „Nikos Treff“, forderte dort Personal und Gäste auf, die Polizei zu alarmieren, fuhr dann aber mit einem Auto fort. Männer aus der Kneipe trafen auf der Straße den Tatverdächtigen und hielten ihn auf, bis die Polizei kam.

Nach unserem Bericht am 31. August hatte der Täter weiter unbekümmert sein Unwesen getrieben. Die 34-jährige Anwohnerin Miriam Hasse (Name geändert), an deren Auto schon zweimal die Scheibenwischer umgeknickt worden waren, fand vergangene Woche mehrere große, weiße Farbkleckse auf dem Autolack. „Der macht immer weiter“, klagte sie gegenüber unserer Zeitung.

Fahrschulchef Horst Peemöller zeigt sich erleichtert, dass dem Straftäter nun offenbar das Handwerk gelegt ist: „Wir haben jeden Tag die Motorräder genau überprüft und hatten doch ein mulmiges Gefühl bei den Fahrstunden.“

Die Polizei sucht jetzt die Zeugin (ca. 40 Jahre, blond, 1,70 Meter groß), die den Täter am Montagabend beobachtet hat. Tel. (040) 428 65 43 17.

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