Schlosshof

Weiter Streit um Donnerstags-Konzerte

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Bergedorf. Der Konzertveranstalter "Club am Donnerstag" hat zwei im September im Schlosshof geplante Auftritte in das "Happy Billard" verlegt. Zuvor war der letzte Vermittlungsversuch des Fördervereins im Disput um die Donnerstagskonzerte im Schloss gescheitert. Die Verhandlungen sollen nun in der Winterpause fortgesetzt werden.

„Mein Ziel, eine endgültige Befriedung des Streits herbeizuführen, wurde nicht erreicht“, teilte Harm Reese, der Vorsitzende des Fördervereins resigniert fest. Denn der Konzertveranstalter „Club am Donnerstag“ (CaD) habe es abgelehnt, die beiden für September geplanten Konzerte noch im Schloss stattfinden zu lassen. Dabei habe Gastronomin Ina Rump im Streitpunkt der Freigetränke für die Bands eingelenkt. Reese: „Der Anwalt des Clubs hat jedoch weitere Verhandlungen kategorisch zurückgewiesen.“

Der Club am Donnerstag lobt das Engagement von Vermittler Reese. „Aber die Konditionen sind für uns mit zunehmender Verhandlungsdauer immer schlechter geworden“, erklärt Sprecher Jörg Beßmann den Rückzug. „Plötzlich sollte im Schlosshof während der Open-Air-Konzerte ein Rauchverbot gelten.“ Dies sei bei den bisherigen Veranstaltungen nicht der Fall gewesen und dem Stammpublikum schwer zu erklären. Zudem sollte der Club dafür sorgen, dass einzelne Konzertbesucher nicht zuviel Alkohol trinken. „Wir können das neben der Betreuung der Musiker und Technik nicht leisten.“ Das falle in die Zuständigkeit der Wirtin, die im Zweifel den Ausschank begrenzen könne.

Angesichts der weiterhin konfrontativen Stimmung habe man sich aus Rücksicht auf die Gäste und Musiker entschlossen, die beiden noch offenen Konzerte am 6. September (Opportunity featuring Steve Baker) und am 20. September (Vicki Genfan) in das „Happy Billard“ an die Kurt-A.-Körber-Chaussee 73 zu verlegen. „Wir wollen im Schloss gewollt sein und nicht nur geduldet“, begründet Beßmann die Entscheidung.

Die Organisatoren des Club am Donnerstag hoffen nun, dass sich in der dann folgenden Winterpause die Gemüter beruhigen. Man wolle die Pause nutzen, ohne Zeitdruck konstruktiv über die nächste Open-Air-Saison zu verhandeln. „Der Schlosshof ist eine außergewöhnliche Location, wie gemacht für unsere außergewöhnlichen Konzerte.“ Beßmann kann sich gut vorstellen, dass der CaD im kommenden Jahr an acht Donnerstagen Live-Auftritte im Schloss organisiert.

Bei den Bergedorfer Musikfans dürfte der Streit hinter den Schlossmauern vor allem für eines gesorgt haben: Für Verwirrung. Denn schon am Donnerstag nächster Woche buhlen wieder zwei Live-Bands um die Gunst der Bergedorfer. „She’s’n Onion“ im Schloss und „Steve Waitt & Mansisters“ im Happy Billard.