Schlossrestaurant

Mittags viel los, abends noch mau

Foto: Thomas Voigt / Voigt

Bergedorf. Seit 100 Tagen gibt es das Restaurant im Schloss. Die Speisekarte ist exklusiv, aber Abends finden sich eher wenig Gäste ein. Gastronomin Ina Rump hofft auf mehr Abendgäste und legt sich dafür kräftig ins Zeug.

„Zu den Abendstunden könnte gern ein bisschen mehr Betrieb sein“, sagt Ina Rump. Am 28. Januar hat die Schloss-Gastronomin ihr Café „la note“ zu einem richtigen Restaurant erweitert, hat anstelle der bisherigen drei Mittagsgerichte gemeinsam mit ihrem Sohn und Chefkoch Phillip Rump eine richtige Speisekarte mit mehr als einem Dutzend Gerichten und zehn Weinen zusammengestellt. Freitags, sonnabends und sonntags ist das Schlossrestaurant seitdem auch abends geöffnet. Nach 100 Tagen ist es nun an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen an Bergedorfs prominentester Gastro-Adresse.

Fruchtige Currysuppe mit Scampi, Tafelspitz von Rind auf Meerrettichsauce, hausgemachtes Erdbeer-Orangenparfait an frischen Früchten – die Karte liest sich richtig lecker. Die Bergedorfer goutieren das überwiegend zur Mittagszeit. „Da herrscht jetzt immer richtig Betrieb“, freut sich Ina Rump, „und auch die ersten Familienfeiern werden jetzt gebucht.“ Bis zu 75 Gäste finden im Restaurant-Café „la note“ Platz.

Das Abendgeschäft steckt dagegen noch in der Anlaufphase. „Da ist die erste Durststrecke noch nicht überwunden“, sagt die Chefin. „Manchmal sind nur zwei Tische besetzt.“ Möglicherweise sei der Schlosspark abends zu dunkel, um Gäste anzulocken. Bestens besucht seien dagegen die Literatur-Menü-Abende mit bis zu 120 Gästen gegenüber im großen Saal.

Mit einem Bratkartoffelabend am Freitag wollen Ina und Philipp Rump und ihr Koch Hubertus Wehlers nun die warme und helle Jahreszeit einläuten. Sie hoffen auf viele laue und gut besuchte Sommerabende. Morgen ab 18 Uhr gibt es Bratkartoffeln satt mit Roastbeef, Matjes, Pannfisch, Steak oder Sauerfleisch.