Kunstschau

58 Künstler stellen im illuminierten Schloss aus

Foto: Thomas Voigt / Voigt

Bergedorf. Am 20. April öffnet die zweite Bergedorfer Kunstschau im Schloss ihre Pforten. Mit 58 vorwiegend regionalen Teilnehmern ist es die größte nicht kommerzielle Ausstellung bildender Kunst, die Bergedorf bisher gezeigt hat. Der Lichtkünstler Michael Batz wird dafür das Schloss kunstvoll illuminieren.

Der zweite Auftritt wird deutlich größer als die Premiere vor einem Jahr. Bei der zweiten Bergedorfer Kunstschau werden 58 bildende Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten vertreten sein, mehr als doppelt so viele wie im April 2011. Sie alle wurden von einer unabhängigen Jury unter weit mehr als 100 Bewerbern ausgesucht und eröffnen am Freitag, 20. April, um 19 Uhr im Bergedorfer Schloss ihre große gemeinsame Ausstellung.

Alle vertretenen Aussteller haben – so eine Vorgabe des Museums im Schloss – eine Verbindung zum Landstrich im Osten Hamburgs. Sie stammen aus Bergedorf oder den Vier-und- Marschlanden, sie leben oder arbeiten dort, waren dort wenigstens zeitweise zu Hause oder greifen in ihrer Kunst Motive der Gegend auf.

Die Schau ist die größte nicht kommerzielle Ausstellung bildender Kunst, die Bergedorf bisher gezeigt hat – eine Veranstaltung, die von den Künstlern selbst initiiert und ins Bild gesetzt wurde. Finanziert wird das Vorhaben teils durch den Bezirk Bergedorf im Rahmen der 850-Jahr-Feier, teils durch Sponsoren.

Die Schau zeigt eine Fülle an bildender Kunst – von einem Niveau, das dem in den bekannten Galerie-Revieren Hamburgs – Eimsbüttel, Winterhude, das innerstädtische Kontorviertel – durch aus ebenbürtig ist. A die Räumlichkeiten im Schloss nicht ausreichen, um alle Bilder und Skulpturen aufzunehmen, werden die Werke noch auf drei weitere Schauplätze verteilt: die historische Mühle an der Chrysanderstraße, das Künstlerhaus Bergedorf am Möörkenweg und das Künstlerhaus Südbahnhof am Neuen Weg. „Damit machen wir gleichzeitig sichtbar, dass im Stadtpanorama von Bergedorf mehrere Kulturpunkte der bildenden Kunst strahlen“, beschreibt der Bergedorfer Mitinitiator und Bildhauer Franz Kraft, der selbst mit einigen Arbeiten auf der Kunstschau vertreten ist.

Ebenfalls zur Kunstmeile der kommenden zwei Wochen gehört das Schillerufer an der Bille mit Installationen, von denen einige möglicherweise dauerhaft im Stadtbild verbleiben. Die Organisatoren haben zudem ihre Kollegen mit den Spraydosen in die Schau einbezogen. Für die Graffiti-Künstler ist ein eigener Bereich eingerichtet. Wo er liegt und wie er gestaltet ist, wird erst zur Eröffnung der Kunstschau bekannt gegeben. Sofern die so umworbenen Sprayer das Angebot annehmen, werden ihre Werke auf der Finissage am Sonntag, 6. Mai, versteigert.

Als Gast ihrer Ausstellung haben die Bergedorfer Organisatoren den griechischen Künstler Christos Alavéras, einen Maler und Performer aus Thessaloniki zur Teilnahme eingeladen. „Dies ist als Geste der Solidarität mit all den Kolleginnen und Kollegen in Hellas zu verstehen, die ihre Kunst in schwereren Zeiten hochhalten“, erklärt Veranstalter Franz Kraft.

Ein I-Tüpfelchen und Glanzlicht – im wahrsten Wortsinn – erhält die Schau durch den international bekannten Licht-Künstler Michael Batz. Er wird das Bergedorfer Schloss beleuchten.

Nach der Eröffnung am Freitag sind die Ausstellungsorte bis 6. Mai sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr, dienstags bis donnerstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt in das Schloss inklusive Museum beträgt 3,50 Euro (Kinder frei), zur Langen Nacht der Museen am Sonnabend, 28. April 12 Euro (ermäßigt 8 Euro).