Stromausfall

40 Minuten "Blackout" in Nettelnburg

Foto: Seemann

Nettelnburg. Ein Stromausfall hat Montagmittag fast ganz Nettelnburg sowie die Richtung Bergedorf angrenzenden Straßen lahm gelegt. Um 12.06 Uhr waren die Leitungen plötzlich tot. Die Techniker von Vattenfall brauchten knapp 40 Minuten, um die Stromversorgung durch Umschaltungen wiederherzustellen.

Betroffen waren 1684 Haushalte sowie 107 Gewerbebetriebe zwischen Klaus-Schaumann-Straße, Am Güterbahnhof, Achterdwars, Sander Damm und Weidenbaumsweg. Lichter gingen aus, Gefrierschränke gaben Alarm, Computer schalteten ab, viele Uhren, Radio- und Fernsehgeräte dürfen nun neu programmiert werden.

Die Ursache ist ein Defekt an einer 10-Kilovolt-Hauptversorgungsleitung. Die Fachleute von Vattenfall gehen nach Messungen vor Ort davon aus, dass das Erdkabel am Weidenbaumsweg in Höhe Hausnummer 93 beschädigt ist. "Bei dem Defekt handelt er sich nach Auskunft unserer Techniker um einen sogenannten "Kabelmuffenfehler", eine Beschädigung des Verbindungskontakts, der ohne Fremdeinwirkung eingetreten ist", erklärt Vattenfall-Sprecher Alexander Hauk. Derartige Schäden könnten witterungsbedingt entstehen, so der Experte: "Das kann an den plötzlichen Frühlingstemperaturen liegen." Nach Perioden strengen und tiefen Frosts ändere sich durch die Wärme der Druck des Erdreichs auf das Erdkabel. Die Verbindungsstellen seinen nur bedingt flexible Bauteile. "Solche Schäden häufen sich im Frühjahr, wenn es zuvor strenge Winterwochen gab, sagt Sprecher Alexander Hauk.

Über eine "Umleitung" im Stromnetz konnte die Versorgung jedoch nach einer guten halben Stunde wieder hergestellt werden.

Der Kabelschaden soll am kommenden Sonnabend behoben werden. Dafür muß der Fußweg am Weidenbaumsweg aufgegraben werden. Die Baugrube werde jedoch bereits Sonntag wieder geschlossen, verspricht Vattenfall-Sprecher Hauk.