Drei Tipps

Neues Parkhaus nervt mit Tücken

Foto: Thomas Voigt

Bergedorf. Die Reifen des anthrazitgrauen Audi kreischen auf dem Asphalt, ein Mann im Anzug springt heraus und brüllt die junge Mutter an. Die Frau mit dem Kinderwagen wird so schnell nicht wieder den gefährlichen Weg von der CCB-Parkhaus-Ausfahrt über den Weidenbaumsweg nehmen.

Andere Kunden des neuen CCB tun es permanent. Denn wer zu Fuß den regulären Parkhaus-Ausgang wählt, muss am Zaun entlang einen großen Bogen bis zur Straße „Am Bahnhof“ schlagen, dann den Weidenbaumsweg kreuzen und zurück zum CCB-Eingang gehen. Richtig umständlich. Zudem werden Menschen mit Kinderwagen oder Einkaufs-Trolley durch eine Absenkung auf der Mittelinsel direkt zur Ein- und Ausfahrt geleitet. Wer von hier nach links zum richtigen Ausgang will, muss erst wieder eine Kantstein-Hürde nehmen.

Es ist nicht die einzige Tücke, mit der die Kunden des Parkhauses seit dessen Eröffnung vor zwei Wochen zu kämpfen haben. „Wo geht es denn hier zum Untergeschoss?“, fragt Henry Strunk aus Dassendorf. Dort hat er vorhin sein Auto geparkt, ist vom CCB-Haupteingang ganz vorbildlich den großen Schlenker zum Parkhaus-Eingang gelaufen und muss nun feststellen, dass hier weder Treppe noch Fahrstuhl nach unten führen – nur nach oben. Dumm gelaufen: Henry Strunk muss entweder im Parkhaus die Auto-Rampe hinunter und weiter durch den Tunnel bis zu den Keller-Parkplätzen laufen oder aber über die Straße zurück ins CCB und von dort nach unten.

Horst und Sigrid Joost aus Zollenspieker haben ein anderes Problem: Noch vier Minuten, dann ist ihre erste Park-Stunde für nur 40 Cent vorbei, die zweite Stunde kostet schon einen Euro. Doch am Zahlautomaten prangt ein Schild „Wechselgeldprobleme! Bitte passend zahlen!“ Nun muss Horst Joost erst wieder losstiefeln und Kleingeld holen. Die Zeit läuft. Noch dreieinhalb Minuten.

In den beiden Ausfahrt-Spuren quietscht und raspelt es am laufenden Band. „Hier fährt fast jeder zweite gegen den Kantstein“, hat ein Mitarbeiter der Security-Firma „Probian“ beobachtet, der seinen Namen nicht nennen will. Der Grund: Die beiden Ausfahrtspuren sind mit knapp zweieinhalb Metern Breite viel zu eng. Hinzu kommt, dass die schmale Insel dazwischen sehr weit nach vorn hinausragt. Wer in der linken Spur seinen Parkschein in den Automaten gesteckt hat, sieht das aber nicht, lenkt zu früh in die Rechtskurve und fährt dagegen.

Drei CCB-Parkhaus-Tipps:

  1. Das Untergeschoss befindet sich direkt unter dem CCB . Wer dorthin will, nimmt am besten in der Shopping-Mall den Aufzug zwischen Saftbar und „Nordsee“. Oder geht gleich hinterm Hauptausgang scharf links, an der Haspa vorbei und wieder links ins Treppenhaus.
  2. Die Kassenautomaten bluffen nur . Sie geben das richtige Wechselgeld heraus. Nur: Wenn niemand passend zahlt, dann sind die Wechselmünzen tatsächlich bald alle – kein Wunder bei so schrägen Parkgebühren wie 40 Cent oder 1,40 Euro. Also: passend zahlen, wenn es irgendwie geht, sonst eben nicht.
  3. Bei den engen Ausfahrten hilft nur eins: üben. An die Parkscheinautomaten möglichst gerade heranfahren, nach dem Öffnen der Schranke so spät wie möglich rechts einschlagen. Viel Glück!