Flüchtlinge sollen bald einziehen

Von Wiebke Schwirten

Billwerder.
Leere Plätze und zugeparkte Straßen: Die Situation am Mittleren Landweg scheint seit Wochen unverändert zu sein. Doch hinter den Kulissen tut sich etwas.

Mitte September sollen nach Auskunft von Susanne Schwendtke, Sprecherin von "fördern und wohnen", nun die Container angeliefert und auf dem Parkplatz beim Bahnhof aufgestellt werden. Das Unternehmen "fördern und wohnen" wird die Flüchtlingsunterkunft betreuen. Wenn alles wie geplant laufe, sollen dort in fünf zweigeschossigen Container-Bauten bis zu 140 Menschen ab Ende September Zuflucht finden können.

Schon seit dem 1. August ist der Parkplatz gesperrt, seither schien es so, dass sich nichts getan hätte. "Das wirkt nach außen häufig so", sagt Susanne Schwendtke. Doch es seien diverse Vorbereitungen gelaufen, etwa die Prüfung des Untergrundes, Kampfmittelsondierung, Vorarbeiten für die Stromanschlüsse sowie die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Ebenso ist in der Parkplatzfrage am Kulturheim bereits Bewegung - auch wenn es nach außen hin nicht so aussieht. Bezirksamtsleiter Arne Dornquast hatte bei einer Bürgerinformation Mitte Juli versprochen, dass sich der Bezirk des Themas annehme und der Platz für Pendler geöffnet werde - so es denn möglich sei. Rathaussprecher Dr. Andreas Aholt versichert, dass der Bezirk mit dem Grundstückseigentümer, der Deutschen Bahn, in "konstruktiven Gesprächen" sei. Demnach gibt es keine grundsätzlich ablehnenden Signale vonseiten der Deutschen Bahn. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Auch mit dem Pächter, dem "Förderverein FF Allermöhe und des Kulturheims Billwerder", ist gesprochen worden. Er hat in der Vergangenheit bereits einen Teil der Fläche befestigt, sodass etwa 30 Plätze bei Veranstaltungen im Kulturheim auf eigene Gefahr genutzt werden können. Laut Aholt wären auf der angrenzenden Wiese noch einmal so viele Plätze denkbar. Dazu müsste der Boden allerdings befestigt werden. Derzeit parken Pendler dicht an dicht am Mittleren Landweg, von der Schule bis Höhe Luxweg. Auch der Weg an der Bahn wird zum Parken genutzt.

Keine offiziellen Stellungnahmen gibt es derzeit zu weiteren Unterkünften am Mittleren Landweg, also keine Bestätigung für Standorte gegenüber dem Luxweg und gegenüber dem Spielplatz in Allermöhe. Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde, verweist darauf, dass seine Behörde nicht allein zuständig sei. In ganz Hamburg prüfe die Stadt Standorte. Sie würden jedoch erst dann kommuniziert, wenn sie als geeignet feststünden.