Streit in der Kirchengemeinde St. Severini

"Bloße Feststellung, kein Werturteil"

Betr.: "Händler aus dem Tempel treiben", Vierlanden-Seite vom 22. 8. 2015

Betr.: "Händler aus dem Tempel treiben", Vierlanden-Seite vom 22. 8. 2015

Ich habe in meiner Eigenschaft als KGR-Mitglied an der Veranstaltung des sogenannten Scheunenschnacks am 30. Juli teilgenommen. Herrn Heilmanns Frage nach der Beschlusslage im KGR bezüglich der Pastoren Billet und Lungfiel habe ich zutreffend beantwortet. Die Beschuldigung: "Die (KGR-Mitglieder, J. P.) haben uns drei Stunden lang belogen", weise ich mit allem Nachdruck als Unterstellung zurück. Außerdem weise ich darauf hin, dass dieser Punkt nur einen Bruchteil der drei Stunden in Anspruch genommen hat.

Im Übrigen prangert Herr Heilmann die angebliche Äußerung seitens des KGR an, "dass die Pastoren nicht genug Spendengeld bringen". Auch diese Darstellung ist falsch. Tatsache ist, dass ein Vergleich angestellt wurde hinsichtlich des Spendenaufkommens während Pastor Billets Amtszeit und vor seinem Dienstantritt in Kirchwerder. Das war eine bloße Feststellung, aber kein Werturteil im Sinn von "nicht genug". Vor allem aber ist die Formulierung "Händler aus dem Tempel vertreiben" in dem Zusammenhang völlig fehl am Platz. Es handelt sich um die Bibelstelle Mt. 21,12, die sich auf Geschäftemachen bezieht. Spenden sammeln, wie z. B. im Förderverein St. Severini zu Kirchwerder e. V., ist aber das genaue Gegenteil von Geschäftemachen. Ich hoffe sehr, dass diese verdienstvolle Tätigkeit von Gemeindemitgliedern nicht unterbunden wird.

Schließlich gebe ich folgenden Hinweis auf die Kirchengemeindeordnung (KGO). Gemäß § 20, S. 5 KGO ist der KGR aufgefordert, sich um Spenden zu bemühen. Das gehört auch zu meinen Aufgaben. Und ich füge hinzu, dass ich darüber hinaus als Mitglied der Kirchenkreissynode Hamburg-Ost an der Beratung in Sachen "Fundraising" beteiligt war.

Dr. Jürgen Peters, 21037 Hamburg

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