Kirchwerder

Am Ende roch es sogar weihnachtlich

De Latücht präsentierte "Wiehnacht'n is bald" in voll besetzter Kirche Kirchwerder

"Nun riecht es auch noch weihnachtlich", sagte ein Lohbrügger Besucher von "Wiehnacht'n is bald" beim Verlassen der Kirchwerder Kirche St. Severini. Küster Sönke Wenck löschte die 40 Kerzen der restaurierten, historischen Kronleuchter nach den letzten Besuchern. Zuvor hatte Gerd Nissen - nun schon zum 26. Mal - für den Verein "De Latücht" ein besinnliches Vorweihnachtsprogramm in plattdeutscher Sprache zusammengestellt. In der voll besetzten Kirche ließen sich die Besucher mit Liedern und Texten auf Weihnachten einstimmen.

Den Anfang machten elf acht- und neunjährige Kinder aus der Kirchwerder Grundschule mit weihnachtlichen Reimen und kleinen Geschichten, die sie auch spielten. Einstudiert hatte Renate Wilckens die Beiträge. 24 Musikanten stark war die Bläsergruppe aus der Stadtteilschule Kirchwerder, die - zum Teil mit Soloparts - unter Leitung von Annikki Bredthauer Weihnachtsmelodien spielte. Elke Janssen vom Krauel hatte zwei weihnachtliche Geschichten mitgebracht, die sich um die Aufregung wegen der Geschenke zu Weihnachten drehten. Die Geschichten von Klaus Brandt handelten von Erlebnissen der Kinder zu Weihachten.

Die 25 Sänger des Gesangvereins "Harmonie" Sande brachten stimmgewaltig einige Lieder aus ihrem Repertoire zu Gehör, die sie an den wöchentlichen Singabenden mit Michael Georgie erarbeitet hatten. Und schließlich hatten die Besucher selbst Gelegenheit, den Abend mit zu gestalten: Begleitet durch Pastor Ulrich Billet an der Orgel sangen sie "Ji Kinner, ji Groten" (Ihr Kinderlein kommet) und "Maakt hoch de Döör". Im Stehen, damit die Glieder vom langen Sitzen nicht einschlafen. Pastor Gottfried Lungfiel fand besinnliche Worte zur Adventszeit.

Jeweils am Vorabend des zweiten Advents lädt der Vierländer Kultur- und Heimatverein "De Latücht" zum besinnlichen Adventabend "Wiehnacht'n is bald" ein. Dabei wird im Wechsel jeweils eine der vier Kirchen, die dem Gebiet den Namen "Vierlande" gaben, besucht. Besucher kommen aus ganz Norddeutschland. Im kommenden Jahr geht es nach Altengamme in die Kirche St. Nicolai. Der Eintritt ist wie immer bei den Veranstaltungen der "Latücht" kostenlos. Am Ausgang wird um eine freiwillige Spende für die gastgebende Gemeinde gebeten.

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