Neuengamme

Repowering: Vorarbeiten können starten

Windräder werden ausgetauscht

Ein "Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Baubeginns" auf dem Grundstück in Neuengamme, wo bis zu vier neue, 150 Meter hohe Windräder aufgestellt werden sollen, wurde jetzt von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) genehmigt. Die Firma Net OHG will nun mit den Arbeiten für das Repowering beginnen. Vier neue Windräder sollen vorerst sechs, später einmal acht Altanlagen ersetzen. Die ersten beiden 150-Meter-Anlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

"Wir warten seit Ewigkeiten auf die Erteilung der Genehmigung", sagt Klaus Soltau (51) von der Net OHG. Bereits 2009 hatte das Unternehmen das Repowering beantragt. Doch dann wurde der Flächennutzungsplan geändert, musste ein neuer Antrag gestellt werden. Zudem mussten die Windbauern diverse Gutachten, etwa zu Störchen und Fledermäusen, ein- und nachreichen, die in der Behörde langwierig abgestimmt wurden. Nun freuen sich Soltau und sein Partner Jens Heidorn zumindest über die eingeschränkte Genehmigung. Die eigentliche sollte sie täglich erreichen.

In der letzten Augustwoche startet der Abbau der Altanlagen - mit einem Telekran. Danach folgt die nun genehmigte "Herstellung der Kranstellflächen" aus Schotter und das "Rammen der Stahlbetonpfähle". Diese Arbeiten werden knapp drei Wochen dauern, meint Soltau. Pro Anlage werden 24 massive Pfähle mit einem Durchmesser von jeweils 50 Zentimetern und einer Länge von etwa 17 Metern in den Marschboden gerammt. Sie stabilisieren das Fundament der Windräder.

Schließlich lastet auf den Anlagen ein enormer Druck: Die Rotorfläche einer Anlage ist etwa 7800 Quadratmeter groß. Jedes Blatt ist etwa 48 Meter lang. Die Nabenhöhe beträgt 100 Meter. Es sind die bisher größten Anlagen, die in Bergedorf aufgestellt werden. Die beiden weiteren neuen Windräder sollen spätestens 2016 montiert werden.

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