Storchenschutz

Horst von Stromleitungen befreit

Krauel (ten). Es ist geschafft: Adebar kann seinen Horst am Kirchwerder Marschbahndamm jetzt ohne die Gefahr eines Stromschlags beziehen.

Schon im Dezember 2012 hatten Vattenfall-Mitarbeiter in der Nähe des Horstes zwei etwa neun Meter hohe Holzmasten im Boden installiert. Jetzt, bei milderen Temperaturen, konnten die 400-Volt-Leitungen stundenweise abgestellt werden, ohne dass die Blumen in den durch sie versorgten Gewächshäusern Schaden nehmen. Mitarbeiter von Leitungsbau Nord und Vattenfall verschwenkten die Leitungen. Sie liefen bisher über den Mast, auf dem es sich Störche schon seit zehn Jahren gemütlich machen.

"Es ist das einzige Nest in Vierlanden, das sich Störche komplett selbst gebaut haben", sagt Jürgen Pelch, Storchenexperte beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Bisher hatten die Vögel immer selbst für "Klar Schiff" gesorgt. Jetzt konnten Pelch und ein Mitarbeiter der Bergedorfer Galabau-Firma "Blume" erstmals mit einem Steiger gefahrlos an den Horst heranfahren und helfen, es von reichlich Erde und Gras zu befreien. Für die Arbeiten war es offenbar höchste Zeit, denn die "Rückreisewelle" hat begonnen: In Curslack ist gestern Maria bei ihrem Rolf am Achterschlag gelandet, der als erster Storch schon am 4. Februar zurückgekehrt ist.