Brennerhof

Späte Sanierung verzögert auch Bau des Kreisels

Moorfleet. Während das Kompetenz- und Beratungszentrum für Gartenbau und Landwirtschaft immer mehr Gestalt annimmt, wurde mit der Sanierung des Bodens auf der anderen Seite der Straße Brennerhof gerade erst begonnen.

Dort, auf dem früheren Schrottplatzgelände, sind Bagger nun dabei, auf einer Fläche von etwa 6000 Quadratmetern den Boden auszutauschen. Die Arbeiten - 30 000 Kubikmeter Erdreich müssen bewegt werden - ziehen sich voraussichtlich bis April 2013 hin. Ursprünglich sollte die Bodensanierung zum Jahresende abgeschlossen sein.

Frank Krippner, Sprecher der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, begründet den späten Einsatz der Baufahrzeuge damit, dass sich die Planungen verzögert hätten. Auf dem 6,5 Hektar großen Gelände zwischen Brennerhof, Autobahn 1 und Andreas-Meyer-Straße soll ein Gewerbegebiet mit Lebensmittelmarkt entstehen. Die Bodensanierung kostet die Stadt Hamburg rund zwei Millionen Euro. Nötig ist sie, weil das Erdreich in 2,50 bis fünf Metern Tiefe mit Altöl, Schwermetallen und krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet ist. Bis 1994 hatte ein Schrotthändler dort seinen Betrieb.

Das Kompetenzzentrum soll im Februar 2013 eröffnet werden. Doch die Verzögerung bei der Sanierung der Altlasten auf dem ehemaligen Schrottplatzgelände könnte auch den Betrieb des Kompetenzzentrums erschweren. Denn nun wird sich auch der Bau des Kreisels verzögern, der auf der Straße Brennerhof zwischen den beiden Gewerbeflächen entstehen soll. Von dort sollen die großen, schweren Lkw auch zum Kompetenzzentrum kommen, für die die Zufahrt Sandwisch zu klein ist.

Helma Krstanoski, Sprecherin der Behörde für Wirtschaft,Verkehr und Innovation, sieht jedoch keine Probleme: Die Erschließung des Kompetenzzentrums könne auch ohne den Kreisel durch eine provisorische Überfahrt gewährleistet werden.