Lüttwetter

"Hässlich und unnötig"

Altengamme (wi). Liebevoll kümmern sich die Anwohner der Lüttwetter um die kleine Verkehrsinsel, die in der Mitte des Wendehammers thront.

Einer mäht den Rasen, ein anderer Nachbar kümmert sich um das kleine Blumenbeet. Rechtzeitig vor Ostern wird die Kastanie in der Mitte der Insel mit bunten Eiern geschmückt, davor tummelt sich eine Gruppe von Keramikhasen. Seit Donnerstag liegt ein Schatten über dem Idyll am Ende der Sackgasse. Fünf schmuddelige Betonschweine machen sich auf der Insel breit und sind alles andere als willkommen.

"Was soll das?", fragt sich nicht nur Petra Luderer, deren Haus direkt in der Kehre steht. Nachbarin Marianne Peters hat beobachtet, dass am Donnerstag ein Lkw vorfuhr und die Betonschweine per Kran ablud. Bei dieser Aktion habe die Kastanie ein paar Zweige lassen müssen. Elke Neumann von gegenüber räumt ein, dass es für Lkw sehr eng in dem Wendehammer ist. So sei ein Lastwagen vor kurzem über die Insel gefahren, Erdspuren zeugen noch davon. Ein Nachbar habe daraufhin im Bezirksamt angerufen, um den Schaden zu melden. "Die Konsequenz können aber doch nicht diese hässlichen Teile sein", sagt Petra Luderer.

Der zuständige Wegewart aus dem Bezirksamt, Uwe Jahn, gab die Betonschweine nicht in Auftrag, sondern vermutlich ein Kollege, der zurzeit im Urlaub ist. Jahn vermutet aber, dass sie aufgestellt wurden, um die Verkehrsinsel zu sichern und will auch nicht ausschließen, dass sie wieder entfernt werden.

Viel einfacher und kostengünstiger wäre es gewesen, im Eingangsbereich der Straße am Gammer Weg, wo auch das Sackgassenschild steht, den Hinweis "Keine Wendemöglichkeit für Lkw" anzubringen, meinen dagegen die drei Anwohnerinnen.