Marschländer Reitvergnügen

Hoch zu Ross Reineke Fuchs auf der Spur

Moorfleet (elö). "Da ist der Fuchs", jubelte Rita Burmester, die bei der 26. Fuchsjagd als "Lumpensammlerin" - letzte Reiterin im Teilnehmerfeld - unterwegs war. Sie entdeckte die "Beute" unter einem Busch in der Nähe des Eichbaumsees.

Damit stand fest: Die Chefin des Hofes wird ein Jahr lang den Pelzschmuck tragen, den ihr Vorjahressiegerin Antonia Gerhard um die Schulter legte.

Zu dem Reitvergnügen, das auf dem Hof Burmester am Moorfleeter Deich 373 begann, hatte der Reit- und Fahrverein Allermöhe-Moorfleet-Reitbrook (AMR) eingeladen. 35 Pferdesportler machten sich auf die Suche nach dem Pelz. Sie gingen in drei Gruppen auf die zwölf Kilometer lange Strecke, waren am Ende froh, dass niemand vom Pferd fiel, ein unfreiwilliges Bad im See nahm.

Vor dem gemütlichen Beisammensein mit heißer Erbsensuppe überraschte Hausherr Helmut Burmester seine Schwägerin Vera Timmann. Sie nahm an der Jagd nach dem Fuchs bereits zum 25. Mal teil und ist seit 26 Jahren Schriftführerin des AMR. Dafür bekam sie eine Schärpe.

Vor Beginn der "Hetzjagd" weihte Pastor Andreas Meyer-Träger Reiter und Besucher bei einer Messe in die Hubertus-Legende ein. Er erzählte die Geschichte von Hubert, der an einem Karfreitag, dem Todestag Jesu, gegen den Rat seiner Frau jagen wollte. Ihm erschien ein prächtiger Hirsch, in dessen Geweih das Kreuz leuchtete. Eine Stimme klagte: "Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!" Hubert schoss nicht und flehte zu Gott um Erbarmen. Er tat Buße und lebte bis zu seinem Tod als Einsiedler im Wald.