Schwerstbehindertenbetreuung

32 Helfer setzen sich für junge Menschen ein

Neuengamme (hy). Bei der Individuellen Schwerstbehinderten-Betreuung (ISB) ist der Name Programm: Junge Menschen kümmern sich um etwa 40 Menschen mit schweren Behinderungen, vor allem Kinder und Jugendliche.

Sie werden von den ISB-Mitarbeitern in die Grund-, Stadtteil- oder Förderschule begleitet, bekommen Hilfe beim Unterricht und den Hausaufgaben.

Geleitet wird die ISB, deren Zentrale sich an der Feldstegel in Neuengamme befindet, von Martin Waltsgott, Pastor aus Altengamme. Er koordiniert mit seinem Team die Einsätze in den Vier- und Marschlanden, Bergedorf-Stadt, Neuallermöhe, Geesthacht und Reinbek.

Vor kurzem haben 32 junge Menschen bei der ISB angefangen. Sie lösen ihre Vorgänger ab, die ebenfalls ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der kirchlichen Einrichtung geleistet haben. Die neuen freiwilligen Helfer - 18 Frauen und 14 Männer - haben meist gerade erst ihr Abitur bestanden. Vier von ihnen kommen aus den neuen Bundesländern. Sie sind für ihre neue Aufgabe eigens nach Hamburg übergesiedelt.

Pastor Waltsgott ist sehr froh darüber, so viele Helfer in seinen Reihen zu haben - sogar zwei mehr als im Jahrgang davor. Denn: Seit die Bundesregierung den Wehr- und Zivildienst aussetzte, ist es nicht mehr selbstverständlich, dass sich genug ehrenamtliche Kräfte für die Betreuung schwerstbehinderter Menschen finden.

Während ihres Dienstes erhalten die ISB-Helfer diverse Qualifikationen, besuchen zahlreiche Seminare.

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