Back-Tag

"Schichtarbeit" am Rieck-Haus

Curslack (voe). Der Andrang war enorm beim ersten Back-Tag im Rieck-Haus.

Bäcker Heinz Hintelmann, Drescher Jens-Peter Holm vom Traktoren-Oldtimer-Club Hamburg (TOCH) sowie Manfred Lux und Erika Garbers vom Förderverein des historischen Anwesens hatten alle Hände voll zu tun, um den kleinen Besuchern alle Fragen zu früheren Zeiten zu beantworten.

Zunächst zeigte Manfred Lux, wie Haferkörner mit einer Handmühle gemahlen werden. Großen Spaß, sich daran selbst zu versuchen, hatte unter anderem Leon Höglund (6). Er war extra für den Back-Tag zu Oma Doris Weißbrod nach Bergedorf gekommen. Derweil fanden Annika Permitts Kinder Constantin (4) und Noah (5) das "Schneckenbacken" mit Bäcker Heinz Hintelmann ganz toll: "Jetzt nochmal den Teig rollen", forderte er vom Nachwuchs, bevor er den Steinofen auf 300 Grad anheizte und die Backwaren hineinschob. Das Interesse für das Bäckerhandwerk war so groß, dass die Kinder in mehreren "Schichten" arbeiten mussten.

Erika Garbers verteilte immer wieder Schürzen. "Die haben wir vom Förderverein extra für den Back-Tag angefertigt", sagte sie. Kay-Lijan (9) und Marie (8) schauten sich indes die gute alte Stube im Inneren des alten Reetdachhauses an. "Altmodisch finden wir gemütlich", sagten sie. "Auch die Gardinen sind sehr schön." Aber in den Alkoven, den Bettnischen von früher, würden sie dann doch nicht schlafen wollen. Schließlich demonstrierten die TOCH-Mitglieder, wie im vorigen Jahrhundert noch mit einer Standmaschine Roggen gedroschen wurde.

"Mit unserem Back-Tag wollten wir zeigen, wie erhaltenswert das Rieck-Haus ist", erklärte Erika Garbers.