Gemüsegärtner

Matthias Fuhst: "Dieser Beruf erdet"

Zollenspieker (mad). Fest im Leben verankert fühlen sich Matthias Fuhst und Mats Woelfert (23).

Beide haben ihre Ausbildung zum Gemüsegärtner mit "sehr gut" abgeschlossen. Fuhst wird weiter als Geselle in der Demeter-Gärtnerei Sannmann arbeiten, in der beide gelernt haben. Später möchte der 29-Jährige, der schon einen Bachelor-Abschluss in Arabistik und Theologie besitzt, ins Ausland. "In Ägypten möchte ich andere Arbeitsweisen im Gemüsebau kennenlernen", sagt Fuhst.

Für die ökologische Anbauweise haben sich beide bewusst entschieden: "Wir hacken Unkraut, andere setzen Pestizide ein", sagt Fuhst. Mats Woelfert, der in seiner Freizeit Comics zeichnet und Fußball liebt, schätzt die Arbeit in der Natur. "Ich habe das ganze Zusammenspiel in einer Gemüsegärtnerei kennengelernt", sagt Woelfert. Er will seine Fachhochschulreife machen und später Natur- und Umweltwissenschaften studieren. "Das möchte ich mit dem künstlerischen Aspekt der Landschaftsarchitektur verbinden."

Beide bedauern, dass der Beruf des Gärtners unter Jugendlichen nicht so hoch angesehen ist. "Dieser Beruf erdet", sagt Fuhst. "Ich habe die Wertschätzung gegenüber allem Leben gelernt."