Präventiv

Polizeitaktik war erfolgreich: Facebookparty verlief friedlich

Allermöhe (cn). "Das wird die geilste Party des Sommers!", hatte der anonyme Veranstalter "Paul Hund" auf Facebook angekündigt: "Diesmal werden wir mehr als 1000 sein." Doch die Ferienanfangs-Party fiel am Donnerstagabend deutlich kleiner und ruhiger aus als erwartet.

Knapp 3500 Einladungen waren über das soziale Netzwerk gestreut worden, 660 Schüler hatten zugesagt. Am Ende kamen, trotz des milden Sommerabends, nur etwa 400 - weit weniger als im vergangenen Jahr. "Gegen 22 Uhr war die Besucherspitze erreicht", teilt die Bergedorfer Polizei mit. Um Mitternacht seien nur noch etwa 80 Leute am See gewesen, gegen zwei Uhr war der Strand leer. Zurück blieb jede Menge Müll: Flaschen, Plastiktüten und Bierkisten.

Die Stimmung war verhalten, laute Musik gab es nicht. "Es wird nicht gegrillt, nur gechillt", sagt die 16-jährige Lisa. Sie war mit ihren Freundinnen gekommen, stand - wie die anderen - etwas unmotiviert am Strand rum, trank "Schuss mit Cola" und klönte. Von einer ausschweifenden Sause keine Spur, nur zwei Schwimmer wagten sich mutig ins Wasser.

Von Anfang an hatte die Polizei massiv Präsenz gezeigt. Gruppen uniformierter Beamter liefen am See Streife, Zivilpolizisten hatten sich mehr oder weniger (un)auffällig unter die Partygäste gemischt. Die deutliche Polizeipräsenz sorgte wohl auch dafür, dass viele Minderjährige die Feier rechtzeitig vor Mitternacht wieder verließen.

"Die Party war der größte Flop", resümiert ein "Rich" am Morgen in der Facebook-Gruppe. Marvin pflichtet ihm bei: "Hat nicht gebockt, war hart unnötig."