Religion

Beten und in die Pedale treten

Neuengamme (ten). Das Motto ist großartig gewählt: "Rückenwind" heißt es beim ersten Fahrradsport-Gottesdienst, "Fago", der Pfingstmontag um 11 Uhr in der St.-Johannis-Kirche an der Feldstegel beginnt.

"Wer Sport treibt, steckt sich Ziele, kommt an Grenzen und versucht, diese zu überwinden. Sich das einmal wieder bewusst machen und den Rückenwind Gottes spüren, das wollen wir in diesem Gottesdienst", sagt Pastorin Doris Spinger. Die 50-Kilometer-Tour, die sich an den Gottesdienst anschließt, kennt der Organisator bereits aus dem "Effeff". Hans-Joachim Burkhardt ist selbst passionierter Radsportler und fährt die Strecke durch zehn Dörfer und Geesthacht sooft es geht. Doch es ist kein Muss, die gesamte Tour durchzuhalten. "Natürlich gibt es jederzeit die Möglichkeit, eine Abkürzung zur Kirchengemeinde Neuengamme zu nehmen", sagt Burkhardt. Für Nichtmitfahrer steht im Gemeindehausgarten gleich nach dem Gottesdienst ein Kaffee und etwas zum Knabbern bereit.

Zudem wird eine Führung durch das Stegelviertel angeboten. Richtig los mit Essen und Trinken geht es um 14 Uhr. Dann werden die ersten "Rundtour-Finisher" erwartet.

Die Vier- und Marschlande sind ein Radsport-Dorado und international durch Rad-Großveranstaltungen wie "Cyclassics" bekannt. Zum Gottesdienst in Neuengamme haben sich auch fünf Niederländer angesagt: Sie werden von Bennekom (70 Kilometer südöstlich von Amsterdam) mehr als 400 Kilometer in zwei Etappen fahren, um pünktlich in Neuengamme sein zu können. Zudem wird Friedhelm Lixenfeld erwartet. Der Lohbrügger hat noch im Alter von 80 Jahren das 1240-Kilometer-Rennen Paris-Brest-Paris bewältigt.