Serie

Fohlen hält "Weyda" auf Trab

Kirchwerder (kb). Die frische Luft kribbelt in den zarten Nüstern. Etwas schüchtern blinzelt er mit seinen großen dunklen Augen hinter Mutter "Weyda" (19) hervor.

Der asphaltierte Hof, über den Züchter Herbert Putfarcken aus Kirchwerder die beiden zur Weide führt, irritiert das noch namenlose Hengstfohlen.

"Es war anfangs ganz wackelig auf den Beinen und hat uns direkt etwas Sorgen bereitet", berichtet Herbert Putfarcken. "Das ist vorbei. Mittlerweile ist es quirlig und hat sich ganz prima entwickelt", lobt der Züchter. Der kleine Hengst habe auch schon seinen ersten und vorerst letzten Kontakt mit dem Tierarzt absolviert. Denn wie Kinder gegen Kinderlähmung, werden kleine Pferde gegen Fohlenlähme geimpft.

Neugierig versucht er auf der Weide, Boden und Gras zu erkunden. Doch dafür ist sein Hals noch zu kurz. Außer er spreizt nach Giraffenmanier die Vorderbeine. An Sport, Spiel und Spaß mit den anderen Fohlen ist übrigens noch nicht zu denken. "Das duldet 'Weyda' noch nicht", sagt Putfarcken. Zu ihrem Leidwesen flitze der Kleine ab und zu wie von der Tarantel gestochen los. Sie starte sofort durch, um ihn zur Raison zu bringen. "Auf der Weide vergisst sie sogar zu grasen, wenn andere Pferde in der Nähe sind", berichtet der Züchter. Nicht einmal ihr lebenslanger Kumpel und Boxennachbar, Wallach "Pavarotti" (20), darf in die Nähe ihres Erstgeborenen. "Aber das wird sich geben", da ist der erfahrene Züchter sicher.

Wenn Sie mögen, machen Sie einen Namensvorschlag für den Kleinen. Der sollte mit "H" beginnen. Vorschläge gehen an redaktion@bergedorfer-zeitung.de oder an Bergedorfer Zeitung, Redaktion, "Fohlen", Curslacker Neuer Deich 50, 21029 Hamburg. Wird der von Ihnen vorgeschlagene Name ausgewählt, werden Sie zur "Taufe" eingeladen.

In unserer Serie begleiten wir den kleinen Hannoveraner durch seine ersten Lebensmonate auf dem Reiterhof Putfarcken.