Windkraft

Kooperation statt Weg der Konfrontation

Bergedorf. Das Thema des Diskussionsabends, zu dem die Christdemokraten für Freitag, 13. April, ins Lichtwarkhaus einladen, wirkt zunächst einend:

"Windkraft-Energie mit den Menschen und nicht gegen die Menschen". Das dürfte etwas sein, was sowohl die Anwohner als auch die Betreiber von Windenergie-Anlagen wollen.

Als Referentin ist Dr. Herlind Gundelach (63) eingeladen. Die langjährige Staatsrätin in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) war von 2008 bis 2011 Hamburger Senatorin, zunächst für Wissenschaft und Forschung, später zuständig für Finanzen sowie Stadtentwicklung und Umwelt. Die Haltung der hiesigen CDU ist klar: Keine weiteren Anlagen im Landgebiet genehmigen. Beim Themenabend, der um 18 Uhr an der Holzhude 1 beginnt, sollen sowohl Widersacher als auch Befürworter des sogenannten "Repowering" von Windkraftanlagen im Landgebiet zu Wort kommen können.

Nicht nur die Informationsabende der BSU hatten gezeigt, wie verhärtet die Fronten sind. Misstrauen erregt bei den Gegnern der Windkraft-Planungen auch die Verschiebung des zweiten "Runden Tisches". Sie fürchten eine "Hinhalte-Taktik", mit der versucht werde, eine konstruktive Diskussion bis zur öffentlichen Auslegung der Änderungen des Flächennutzungsplans zu verhindern. Kurt Hansen (FDP) stellt fest, dass vonseiten der Behörde "kein Bemühen erkennbar gewesen sei, die Ängste, Befürchtungen und Einwände der Bürger ernst zu nehmen". Ein "Runder Tisch" hätte zur Annäherung der Standpunkte beitragen sollen. "Ich appelliere an alle Beteiligten, nicht den Weg der Konfrontation zu gehen, sondern die Kooperation zu suchen", mahnt Hansen.

Mittlerweile gibt es an drei Windpark-Standorten eine Bürgerinitiative. Nach Ochsenwerder und Neuengamme hat sich die jüngste in Altengamme gegründet (siehe auch Bericht unten). Umfassend legt die Bürgerinitiative Windkraft Ochsenwerder (BI-W-O) ihren Standpunkt im Internet dar, www.Ochsenwerder.de . Eine detailreiche Stellungnahme dazu ist von den Betreibern der Windenergie-Anlagen ebenfalls im Netz präsent unter www.netohg.de .