Beschluss

Aldi: Jetzt entscheidet der Senat

Neuengamme. Nun muss der Senat entscheiden, ob sich ein Aldi-Markt am Neuengammer Hausdeich 207 ansiedeln darf oder nicht.

Bergedorfs Bezirksversammlung lehnte das Vorhaben in der Januar-Sitzung mehrheitlich ab, Bezirksamtsleiter Arne Dornquast beanstandete den Beschluss. Die Politiker hätten daraufhin bis zu acht Wochen Zeit gehabt, ihren Beschluss zu überdenken. Diese Spanne nahmen sie aber gar nicht in Anspruch, sondern votierten im Februar erneut gegen einen zweiten Discounter im Dorfkern Neuengammes.

Dornquast beanstandete auch diesen Beschluss. Denn das Areal neben dem Vierländer Markt, wo zurzeit noch das Haus der Familie Stahlbuhk steht, liegt nach dem Baugesetzbuch in einem 34er-Bereich. Und im Außengebiet ist Einzelhandel bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern zulässig. Entsprechend wollte das Bezirksamt den Bauantrag des Discounters genehmigen.

Gäbe es einen Bebauungsplan, hätte weiterer Einzelhandel für diesen Bereich ausgeschlossen werden können. Doch ein B-Plan wurde nur für die Fläche des Vierländer Marktes aufgestellt. Nicht wenige Politiker ärgern sich heute darüber, dass der Neuengammer Hausdeich nicht gleich bis zum Jean-Dolidier-Weg überplant wurde. Sie führen gegen Aldi vor allem zwei Gründe ins Feld: die Häufung der Geschäfte an dieser Stelle und das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Neuengammer Hausdeich und an der Kreuzung Heinrich-Stubbe-Weg, das der Discounter zur Folge habe.

Der Senat wird voraussichtlich am 26. April über die Aldi-Ansiedlung in Neuengamme beschließen. "Da wir sehr sicher sind, dass unsere Entscheidung rechtlich richtig war, wird sie auch Bestand haben", sagt Dornquast.