RC-Bergedorf

Große Ruder-Regatta im April soll gerettet werden

Allermöhe (ten). Das Entsetzen über den Großbrand, der in der Nacht zu Sonntag das Vereinsheim des "Ruder-Club Bergedorf" (RCB) am Schleusendamm in Schutt und Asche gelegt hat, ist zwar noch groß. Doch die Ruderer lassen sich nicht unterkriegen:

Sie setzen alles daran, die für Ende April geplante "Dove-Elbe-Rallye" nicht absagen zu müssen, wollen besonders den Kindern und Jugendlichen möglichst schnell wieder ein Training ermöglichen.

Der Frühjahrsstart mit der Ruder-Rallye ist seit mehr als 30 Jahren Tradition. Harald Reise hat sie früher oft organisiert. Etwa 600 Breitensport-Ruderer aus ganz Hamburg, Berlin, dem Ruhrgebiet oder Dänemark haben sich angesagt. Reise hofft, dass die Regatta diesmal am Leistungszentrum in Allermöhe gestartet werden kann. Wendemarke wäre dann an der Krapphofschleuse. Doris Johannesen, zweite Vorsitzende des RCB, bestätigt entsprechende Überlegungen, die aber noch mit dem Allgemeinen Alsterclub Landesruderverband Hamburg abgestimmt werden müssen: "Wir müssen sehen, ob nicht bereits andere Veranstaltungen angemeldet sind", erklärt sie, "wir werden in jedem Fall alles versuchen, dass die Rallye starten kann." Entsprechend soll auch geklärt werden, ob die Kinder und Jugendlichen des 182 Mitglieder zählenden Vereins vorübergehend beim Leistungszentrum trainieren können.

Dem Feuer waren Umkleideräume, Küche, Sanitäranlagen und Aufenthaltsraum sowie Trainings-Ergometer zum Opfer gefallen. Etwa 50 Boote, die in angrenzenden Hallen lagern, blieben verschont. Wie es auf dem Gelände am Schleusendamm weiter geht und wann die Ruine abgerissen werden kann, ist derzeit noch völlig offen. Brandermittlerinnen des Landeskriminalamts 45 haben die Ruine am Sonntag und gestern akribisch unter die Lupe genommen. Die Brandursache ist aber noch nicht geklärt. Die Untersuchungen werden vermutlich bis zum Ende der Woche andauern.