Brennerhof

Gerodete Fläche wird saniert

Moorfleet. Die frischen Schnittflächen zeugen davon, dass die Bäume erst vor kurzem gefällt wurden. Überall ragen ihre Stümpfe aus dem Boden. Hier und da türmt sich abgeholztes Buschwerk, im Hintergrund ein Haufen mit Bauschutt.

Ansonsten wirkt die Fläche zwischen Brennerhof, Andreas-Meyer-Straße und Autobahn 1 ungewohnt kahl und offenbart plötzlich ihre ganze Weitläufigkeit.

Hier soll ein 6,5 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen. Hinzu kommt ein 6000 Quadratmeter großes Areal für einen Lebensmittelmarkt. Bevor es soweit ist, werden aber erst einmal 30 000 Kubikmeter Erdreich bewegt. Denn die Fläche wird im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) saniert.

Wie berichtet, sind etwa 6000 Quadratmeter des gesamten Areals mit Altöl, Schwermetallen und krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet - von einem Schrotthändler, der auf der städtischen Fläche bis 1994 seinen Betrieb hatte. Nach diversen Gutachten und entsprechendem Hin und Her seitens der Behörde, ob saniert werden müsse oder eine Versiegelung reiche, fiel schließlich doch die Entscheidung für eine Sanierung - schon deshalb, weil sich die Grundstücke dann besser verkaufen lassen.

"Die Verunreinigungen befinden sich in etwa 2,50 bis fünf Meter Tiefe", sagt BSU-Sprecherin Kerstin Graupner. Entsprechend müsse der Boden ausgetauscht werden. Die obere, unbelastete Schicht wird vorübergehend an anderer Stelle gelagert und später wieder eingebaut. Der belastete Boden muss fachgerecht entsorgt werden. Die Erdarbeiten sollen im Sommer beginnen, zum Ende des Jahres soll die Sanierung beendet sein. Die Kosten in Höhe von circa zwei Millionen Euro trägt die Stadt Hamburg. Den Ausgleich für die versiegelten Flächen schafft die Behörde in Altengamme, im Bereich der ehemaligen Sozialtherapeutischen Anstalten und am Neuengammer Durchstich.

"Verunreinigungen befinden sich in etwa 2,50 bis fünf Meter Tiefe."

Kerstin Graupner, Sprecherin der BSU