Leserbrief: Pläne verhindern die Entwicklung des Stadtteils

"Wir in Ochsenwerder wollen diese riesigen Windräder nicht - Sie sind uns zu groß"

Betr.: "Furcht vor Lärm und Schatten trotz der Grenzwerte", VML-Seite vom 29. 2. 2012

Ochsenwerder ist kein Dorf. Ochsenwerder ist ein Stadtteil Hamburgs mit denselben Rechten und Pflichten wie die übrigen 104 Stadtteile. Wären wir ein Dorf, hätten wir eine kommunale Selbstverwaltung und würden die uns bedrohenden Pläne schnell verhindern.

Wir wollen die riesigen Windräder nicht. Sie sind uns zu groß, zu nah und zu laut, wir fürchten Schattenwurf und Infraschall. Und sie verhindern die Entwicklung Ochsenwerders, die wir dringend brauchen, um ein weiteres Absterben der Infrastruktur zu beenden.

Wäre Hamburg Teil eines Flächenlandes, niemand käme auf die Idee, ausgerechnet im Stadtgebiet 150 Meter hohe Windmühlen 500 Meter neben den Wohnhäusern zu errichten.

Diese Pläne aus der unseligen schwarz-grünen Zeit müssen gestoppt werden.

Wir brauchen, wie in anderen Bundesländern auch, ein Abstandsgebot von 1500 Metern.

An die Adresse des jetzigen Senats: Reduzieren Sie die Windkraftplanungen deutlich, und sie werden die Unterstützung der Ochsenwerder Bevölkerung gewinnen.

Wenn Sie allerdings auf den jetzigen Abstands- und Höhenplänen beharren, dann werden Sie hier bei den Menschen in Ochsenwerder ganz erheblichen Widerstand entfachen.

Gerd Schmidt-Milder, 21037 Hamburg

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