Nettelnburg

Sandsäcke sollten die Siedlung retten

Ich weiß ein bisschen über die Sturmflut aus den Erzählungen meiner Eltern, die beide noch leben. Denn ich war am 17. Februar 1962 neun Monate alt.

Mein Opa war damals bei der Feuerwehr und half mit beim Sichern der Deiche. Und auch beim Legen der vielen Sandsäcke. Sie wurden dort aufgestapelt, wo jetzt Bergedorf-West ist, damit Nettelnburg nicht überschwemmt wird.

Die Möbel konnten rechtzeitig ins obere Stockwerk gebracht werden

Die alte Siedlung Nettelnburg wurde aber trotzdem überflutet. Das Erdgeschoss unseres Hauses stand unter Wasser, aber meine Eltern konnten rechtzeitig Möbel in das obere Stockwerk bringen. Auch das Schwein wurde dorthin gebracht. Soweit ich weiß, existiert sogar ein Foto, wie es per Ruderboot gerettet wird.

Das Haus hat aber alles gut überstanden, es steht immer noch, und meine Eltern wohnen dort auch noch.

Strom gab es nach der Sturmflut wohl nur zu bestimmten Zeiten, sodass es allein schon sehr schwierig war, auf dem Herd meine Windeln auszukochen.