Fasching

"Böse Mädels" feiern Super-Sause

Kirchwerder. Wer nicht dabei war, hat richtig was verpasst: Der erste "Böse Mädels Ball" im Gasthof Hitscherberg war gute Laune pur. Gut 400 Narren feierten sieben Jahre nach dem letzten, legendären "Böse Buben Ball" in Bergedorf ein bestens organisiertes Faschingsfest.

"Die Stimmung ist klasse, die Musik gut, keiner ist aggressiv, das macht einfach Spaß", sagte Karl Eggers, der sich als Hawaii-Mädel auf die Tanzfläche wagte. Totenblasses Gesicht, lange Eckzähne - Dani Kirchgäßner war zwar furchterregend als Vampir geschminkt, freute sich aber über eine stressfreie Partynacht: "Hier sind alle gut drauf und herzlich. Es ist nicht so unpersönlich wie auf den Mega-Feiern. Ich fühl mich sicher und wohl."

Neben den Discjockeys Manfred und Rolf sorgten "Die JunX" Christopher Garbers und Gunnar Schmidt für Partystimmung. Getanzt wurde unter einem bunten Himmel von Tausenden Luftballons. Eine brillante Lichttechnik tauchte die Haupttanzfläche immer wieder in andere Farbtöne.

Thomas Kock hat die Sause gemeinsam mit Hitscherberg-Wirt Hartwig Reimers organisiert. "Wir sind sehr zufrieden mit der durchweg positiven Resonanz. Natürlich hätten es ein paar mehr Besucher sein können. Aber aller Anfang ist eben schwer", sagte Kock, der für die Premiere auf 700 Gäste gehofft hatte. Tatsächlich müsse nach so vielen Jahren faschingsfreier Zeit im Landgebiet erst einmal ein neues Publikum "erarbeitet werden". Mancher scheue sich offenbar, kostümiert zu einer Party zu gehen.

Dabei muss es nicht die durchgestylte Teufelin oder die sexy Politesse in knapper Uniform sein. Das Fabelwesen mit grüner Perücke geht ebenso als "böses Mädel" durch. Und auch "böse Buben" machten sich mit wenigen Accessoires gut. Cool wirkten Bauarbeiter mit Helm und freien Oberkörpern und es punkteten weiß gekleidete "Notärzte" - natürlich nur für Frauen.

Weitere Fotos gibt es unter www.bergedorfer-zeitung.de/hitscherberg .