Leserbriefe: Problematik um das Heimatmuseum Bergedorf

"Gefahr immer gegenwärtig"

Betr.: "Schöpfwerke sollen Abhilfe schaffen", Vier- und Marschlande vom 7. 1. 2012

"Landgebiet kurz vor Überflutung" war für mich und mir bekannten Marschländern erschreckend, obwohl uns die Gefahr von Sturmfluten immer gegenwärtig ist, seit über 30 Jahren.

Die Vier- und Marschländer haben immer wieder auf die Gefahren, vor dem Hintergrund der Elbvertiefung mit der höheren Fließgeschwindigkeit der Elbe, erhöhte Gefahr bei Sturmfluten, Klimawandel und zunehmende Stürme mit starken Regenfällen, hingewiesen. Nun war zu lesen, die Problematik ist seit Jahrzehnten bekannt.

Man kann somit feststellen, dass es von der Stadtentwicklungsbehörde jahrzehntelang in Kauf genommen wurde, dass die Vier- und Marschlande bei einer Sturmflut überschwemmt werden und Menschen und Sachen zu Schaden kommen.

Nunmehr plant man Schöpfwerke, allerdings werden bis zur Fertigstellung noch Jahre ins Land gehen. Die Verantwortlichen, all die Jahre, müssen eigentlich unter schlaflosen Nächten leiden, weil sie immer nur hoffen, dass nichts derartiges passiert. Man soll uns nur nicht beruhigen, dass kein Geld vorhanden sei. Für Wahnsinnsobjekte - Elbphilharmonie - spielt Geld doch keine Rolle, was sind dagegen Menschen/Leben und Sachen/Existenzen - denken wir an die Sturmflut 1962.

Es wundert mich, dass man keinen Protest von BUND und Nabu zu diesem Artikel hört. Die Äußerung von Herrn Dr. Müller dienen nach meiner Meinung der Beruhigung der Bürger der Vier- und Marschlande.

Ich meine, dass die Herstellung der Sicherheit vor einer Sturmflut mit Überschwemmung oberste Priorität haben sollte.

Karl Pries, 21033 Hamburg