Jagd

Vorjahressiegerin fängt den Fuchs

Moorfleet (fs). "Hier ist der Fuchs", ruft Antonia Gerhard (20). Damit steht sie als Sieger der 25. Fuchsjagd des Reit- und Fahrvereines Allermöhe-Moorfleet-Reitbrook fest. Allerdings ist dabei kein Fuchs zu Schaden gekommen.

"Der Fuchs ist eine Attrappe und wird auf der Route irgendwo im Grünen versteckt", verrät Vereins-Ausbilderin Christine Lopar (45). "Es reicht, ihn als Erster zu entdecken."

In Moorfleet wird auf Jagdhunde verzichtet. "Unsere Strecke kreuzt sich unterwegs. Da aber Hunde dem Geruch nachlaufen, würden sie hier durcheinander kommen", erklärt der Vorsitzende des Vereins, Helmut Burmester (59).

Bei der Jagd waren drei Gruppen mit 45 Reitern unterwegs. Sie wurden von etwa 100 Gästen auf mehreren von Traktoren gezogenen Wagen begleitet. Zuvor hatten alle gemeinsam an einem Gottesdienst in der Reithalle am Moorfleeter Deich 373 teilgenommen. Die anschließende Jagd wurde von Knut Witt, dem neuen Polizeiposten in Moorfleet, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Moorfleet begleitet. Bei Stopps konnten Reiter und Gäste sich erholen, während die Jagdhornbläser ihr Können demonstrierten.

Die Strecke führte vom Reiterhof Burmester über Felder bis zum Eichbaumsee und zurück. Auf der letzten Etappe konnte dann Antonia Gerhard, Auszubildende auf dem Hof Burmester, mit ihrem scharfen Blick den Sieg einheimsen. Sie hat damit ihren Titel verteidigt, darf auch 2012 wieder die kunstvolle Schärpe und das Fuchsfell tragen.

Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Essen auf dem Reiterhof. Burmester: "Heute ist alles bestens verlaufen. Niemand hat sich verletzt und auch das Wetter war gut".