Open-Air-Festival

"Wutzrock" auf wackeligen Beinen

Allermöhe. Nur noch vier Wochen, dann pilgern wieder Tausende Menschen an den Eichbaumsee, um dort drei Tage lang Livemusik, Lesungen, Kleinkunst und Theateraufführungen zu genießen, ohne Eintritt dafür zahlen zu müssen.

Für die 33. Ausgabe des "Wutzrock"-Festivals, das von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. August, gefeiert wird, konnten Bands wie die Hamburger Punkrock-Legende "Slime", "Rainer von Vielen" und "The Knights" aus Bergedorf gewonnen werden.

Im vergangenen Jahr gab Dauerregen und Sturm, versank das Open-Air-Festival im Schlamm. "Wir hatten ein Drittel weniger Besucher als in den Vorjahren. Viele waren nur kurz da, haben kaum Speisen und Getränke konsumiert", sagt Marianne Weis von den Organisatoren. Daraufhin seien die Einnahmen "um fast die Hälfte der Durchschnittssumme gesunken", berichtet die 49-Jährige.

"Unsere Partner und Lieferanten sind uns mit ihren Preisen entgegen gekommen. Außerdem haben wir ein halbes Dutzend Benefizkonzerte im BeLaMi organisiert, gab es viele Spenden, haben wir zahlreiche Wutzrock-T-Shirts verkauft", sagt Marianne Weis. "Nun haben wir kein Minus mehr, aber auch kein Finanzpolster. Wir stehen auf wackligen Beinen."

Deshalb hoffen die "Wutzrocker" auf viele durstige und hungrige Besucher. Weil das Festival vor allem durch den Getränkeverkauf finanziert wird, sind mitgebrachte Durstlöscher verboten. Um "Wutzrock" finanziell abzusichern, sollen auch Festival-Bändchen verkauft werden. Der Schmuck für das Handgelenk kostet 1 Euro und wird etwa im Infozelt verkauft.

Wegen des Sauwetters wurden die Lesungen und Kleinkunstprogramme 2010 von der kleinen Bühne ("Seebühne") ins Café-Zelt verlegt. "Dort werden sie auch in diesem Jahr angeboten, weil das Ambiente geeigneter ist", sagt Marianne Weis. Am Sonnabend und Sonntag gibt es ein Kinderfest. Marianne Weis: "In dem Zelt gibt es am Freitag und Sonnabend ab 21 Uhr eine musikalische Überraschung für die Erwachsenen."

Falls das Wetter wieder nicht mitspielt, wollen die "Wutzrocker" diesmal gewappnet sein: Sie werden vor der großen Bühne ("Elbbühne") Platten verlegen, auch damit dort Gabelstapler beim Auf- und Abbau rangieren können. "Wir ändern auch die Streckenführung für die Band-Busse und Technik-Fahrzeuge, müssen mehr Bauzäune aufstellen", sagt Marianne Weis.

Wer bei dem Open-Air-Spektakel mitanpacken möchte, ist am 7. und 14. August, jeweils ab 16 Uhr, bei den Planungstreffen im Café Flop, Wentorfer Straße 26, willkommen. Gebraucht werden Helfer in fast allen Bereichen, etwa Security und Getränkeverkauf. "Wir freuen uns auch über Helfer, die nur an einem Tag mitarbeiten und an den anderen feiern wollen", sagt Marianne Weis. Mindestens 150 Ehrenamtliche werden vor Ort zu dem Gelingen des Festivals beitragen.

Für Besucher, die bedroht oder angegriffen werden, gibt es eine Notruf-Telefonnummer: 01 63 637 77 57. Speziell geschulte Mitarbeiter sind unter dieser Nummer während des Festivals Tag und Nacht erreichbar.

Weitere Informationen per Mausklick: www.wutzrock.de .