Fischtreppe

Stufe für Stufe die Brookwetterung hinauf

Curslack (hy). Die Fische in der Brookwetterung sollen zwischen der Dove-Elbe und der Quelle des Gewässers in Altengamme barrierefrei schwimmen können, so fordert es die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union.

Deshalb wurde nun eine Fischtreppe in der Brookwetterung, zwischen Autobahn 25 und den Kleingärten am Pollhof, installiert.

Bisher konnten Fische und Kleinstlebewesen, die - etwa um zu laichen - gegen den Strom schwammen, das Stauwehr (eine Art Mini-Wasserfall zur Regulierung des Wasserstandes) nicht überwinden, in das nun die Fischtreppe eingebaut wurde.

Die Fischtreppe ist knapp zehn Meter lang, wiegt dreieinhalb Tonnen und wurde aus Kunststoff (Polyethylen) und Metall von der Firma Aqua-Service in Bad Bramstedt maßgefertigt. Für das Unternehmen ist der Bau dieser Konstrukte Neuland. "Eigentlich sind wir auf Abwassertechnik und Naturbäder spezialisiert, bauen unter anderem Pumpstationen und Filteranlagen", sagt Konstantin Wagner vom Aqua-Service.

Die Treppe wird in die Spundwand des Stauwehres eingehängt. Kleine durchlässige Metallwände, in deren unteren Bereich Geröll und Steinsohle gesetzt wurden, reduzieren die Fließgeschwindigkeit des Wassers, sodass auch Kleinstlebewesen das Wehr überqueren können. Die Fische schwimmen seitlich an diesen durchlässigen Trennwänden vorbei.

"Eine zweite Treppe soll bis spätestens Februar ebenfalls in die Brookwetterung gebaut werden, etwa einen Kilometer von der ersten entfernt, in Richtung Altengamme", sagt Andreas Pohl, im Bezirksamt für Gewässer- und Deichunterhaltung zuständig. Dort unterbricht eine weitere Staustufe die Wanderung der Fische. Beide Treppen kosten etwa 120 000 Euro. Finanziert werden sie mit Mitteln aus dem Topf für die Umsetzung der europäischenWasserrahmenrichtlinie, den die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt verwaltet.

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