Plan-Präsentation

Umgehung wird Geesthachts City spürbar entlasten

Geesthacht. Wenn die lange gewünschte Geesthachter Umgehungsstraße tatsächlich gebaut wird - und das ist weiterhin unklar - dann wird sie die Innenstadt deutlich vom Verkehr entlasten und für eine viel bessere Verkehrsanbindung der Region sorgen.

Das wurde bei der ersten Präsentation des Bauentwurfs durch die Planer des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) aus Lübeck klar. "Wir wollen nicht nur am grünen Tisch planen, sondern die Menschen hier vor Ort einbeziehen, um mögliche Hinweise noch in unserer weiteren Planung berücksichtigen zu können", sagte Britta Lüth, die stellvertretende Leiterin des LBV.

10,52 Kilometer lang soll die Umgehungsstraße werden und von der Kreuzung der A 25 mit der B 404 im Westen bis zur B 5 bei Grünhof-Tesperhude im Osten führen. Geschätzte Baukosten: Rund 90 Millionen Euro. "Wir werden unseren fertigen Entwurf im nächsten Jahr an den Bund abgeben", sagte Britta Lüth. Damit ist der LBV aus dem Projekt vorerst heraus. Eine Entscheidung, ob das Planfeststellungsverfahren gestartet wird, kann erst erfolgen, wenn die Finanzierung durch den Bund klar ist. Weil das Geesthachter Projekt im "vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans steht, hofft man in Geesthacht auf einen Baustart ab 2015.

Doch während sich für Geesthacht eine spürbare Verbesserung der Situation abzeichnet - in Düneberg soll die Zahl der ohne Umgehung für 2025 prognostizierten Fahrzeuge pro Tag von 28 600 auf 13 300 mit Umgehung sinken - wird es in Hohenhorn eine deutliche Zunahme des Verkehrs geben. Auch in Dassendorf fürchtet man den zu nehmenden Verkehr, ebenso in Hamwarde und Wiershop. "Wir haben nichts gegen die Straße. Aber wir wollen eine saubere durchdachte Lösung", sagte Hamwardes Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard. Die Vertreter des LBV versprachen den Gemeinden, die individuellen Probleme bei einem weiteren Treffen zu besprechen. Karl-Hans Straßburg aus Dassendorf erinnerte an die frühere Planung, den Knotenpunkt A 25/B 404 auf dem Geesthang durch die Felder bis zu einer A 21 bei Schwarzenbek zu verlängern. Diese Planung sei nicht mehr aktuell, klärte ihn Britta Lüth auf.

So wird es auch für die Bürger im Norden von Grünhof-Tesperhude keine Entlastung geben, denn die Umgehungsstraße bindet schon vor dem Ort wieder an die B 5 an. Lediglich auf der Route der "heimlichen Umgehung" von der Elbuferstraße in Tesperhude rauf zur B 5 in Grünhof dürfte sich der Verkehr verringern. Seite 25