Blitzer

Kreis macht Jagd auf Raser mit neuer Technik

Geesthacht. Mit moderner Technik nimmt der Kreis Herzogtum Lauenburg jetzt verstärkt Raser ins Visier: Für 80 000 Euro hat die Verwaltung zwei digitale Messsysteme vom Typ "Leivtec XV 3" angeschafft. Künftig macht der Kreis auch nachts Jagd auf Raser:

"Die Kamera verfügt über eine Blitzeinheit, die auch Aufnahmen bei Dunkelheit erlauben", sagt Karsten Steffen, der Sprecher der Kreisverwaltung. Zudem dürften viele Autofahrer die Radarfalle künftig leichter übersehen: "Die Kamera muss nicht mehr zwingend im Fahrzeug platziert sein. Die Daten können auch per Funkübertragung ins Auto übermittelt werden", so Steffen.

Wenn der Innenausschuss des Kreises in seiner nächsten Sitzung Mitte November den Entwurf für den Stellenplan der Kreisverwaltung beschließt, dann lauern die Blitzer des Kreises ab dem kommenden Jahr auch deutlich öfter an den Straßen. "Bisher haben wir 90 Stunden pro Woche zur Verfügung, es könnten im kommenden Jahr 110 Stunden in der Woche sein", so Steffen.

Aus gutem Grund ist zu erwarten, dass die Politiker den Stellenplan in diesem Punkt umsetzen wollen: Der Kreis stopft mit den Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung seine klamme Kasse. Rund 300 000 Euro pro Jahr werden als Einnahmen bisher veranschlagt. Künftig dürfte sich diese Summe deutlich erhöhen.

Schon seit 1997 engagiert sich der Kreis in puncto Verkehrsüberwachung. Mit nicht immer glücklichem Händchen, was die Auswahl der Kontrollstellen angeht. Offiziell, das sagt auch Steffen, werden verstärkt die Bereiche vor Schulen und Kindergärten sowie an Unfallschwerpunkten kontrolliert. Allerdings stehen die beiden Fahrzeuge des Fachdienstes Straßenverkehr - neuerdings ein weißer und ein blauer Fiat-Kastenwagen vom Typ Doblo - oft an Straßen, an denen es weit und breit keine entsprechenden Einrichtungen und keine Unfallschwerpunkte gibt. In Geesthacht etwa steht der Blitzer regelmäßig an der Berliner Straße Höhe Höchelsberg. Dort wird der Richtung Lauenburg rollende Verkehr überwacht. Gleiches gilt in Brunstorf, wo der Wagen oft in Höhe des Golfsplatzes stationiert ist.

Außer der Kreisverwaltung misst im Lauenburgischen vor allem die Polizei. Kreisweit wird dazu von den Beamten eine moderne Lichtsensoranlage eingesetzt, deren Technik es ermöglicht, den Verkehr in beiden Richtungen zu überwachen. Zusätzlich verfügen mehrere Polizeidienststellen wie die in Geesthacht, Schwarzenbek und Lauenburg über handliche Lasermessgeräte.