Winterdienst

650 Tonnen Salz für Bergedorfs Straßen liegen im Depot bereit

Bergedorf. Laut Wetterbericht kann der Winter jeden Tag kommen: Tiefdruckgebiete schieben von Westen her schwere Wolken heran, die sich auch über Norddeutschlands Tiefebene nicht nur als Regen entladen werden.

Hamburgs Stadtreinigung, in der Hansestadt für schnee- und eisfreie Straßen zuständig, sieht das gelassen: "Wir sind gut gerüstet", sagt Sprecher Reinhard Fiedler.

Von Donnerstag an ist die Einsatzzentrale am Bullerdeich in Hammerbrook rund um die Uhr besetzt. Am Bergedorfer Stützpunkt, auf dem Betriebshof am Kampweg, stehen bereits jetzt 16 Schneeräum-Lkw bereit. Hinzu kommen acht kleinere Fahrzeuge, die die Gehwege von der rutschigen weißen Pracht befreien.

Auch Salz ist nach Reinhard Fiedlers Worten ausreichend vorhanden: "Für ganz Hamburg haben wir an diversen Standorten 21 000 Tonnen eingelagert. Das ist deutlich mehr als die 10 000 bis 15 000 Tonnen, die wir in einem normalen Hamburger Winter brauchen", sagt der Experte. Nur wenn es so heftig werde wie 2010 und 2011, stoße die Hansestadt an ihre Grenzen. "Damals haben wir 27 000 Tonnen gestreut. In einem solchen Fall muss nachgeordert werden."

Hatten viele Kommunen damals ein Teil ihrer Bestände gar nicht auf Lager, sondern nur als Optionsscheine bei den Lieferanten, ist das heute zumindest in Hamburg anders. "Seinerzeit konnten die reservierten Mengen vielfach nicht geliefert werden, weil die Vertragspartner zu wenig eingelagert hatten. Das führte damals zum Drama", erinnert sich Fiedler. "Wir haben unsere Bestände bereits auf diverse Lager im Stadtgebiet verteilt." Beim Bergedorfer Betriebshof liegen 650 Tonnen in einer eigens für das Salz reservierten Halle. Zum Verladen auf die Streufahrzeuge steht ein Radlader bereit. Zudem gibt es Silos mit mehreren Tonnen Kiesgemisch am Mittleren Landweg, an der Osterrade und am Rahel-Varnhagen-Weg. Dort können die Gehweg-Räumfahrzeuge ihre Ladefläche füllen, ohne extra an den Kampweg zurückzukehren, was ihren Einsatz-Radius deutlich erweitert.

In Geesthacht hat der frühe Frost den Zeitplan etwas durcheinander gewirbelt. "Eigentlich beginnt unsere Bereitschaft erst am 15. November. Aber solange es kalt bleibt, haben wir fünf Kollegen mit zwei Fahrzeugen einsatzbereit, damit wir sofort streuen können", sagt Frank Meyer, der Leiter der städtischen Betriebe in Geesthacht. Am Sonntagmorgen musste sein Team bereits ausrücken, um glatte Straßen zu streuen. Insgesamt stehen in Geesthacht 42 Mitarbeiter des Bauhofs für die Winterdienstbereitschaft zur Verfügung - sie wechseln sich wöchentlich bis zum 30. März ab. Um das Eis zum Tauen zu bringen, lagern im Silo auf dem Bauhof 150 Tonnen Salz. "Außerdem haben wir ein Abkommen mit dem Salzhändler, der für uns 400 Tonnen eingelagert hat. Das ist keine Option, das Salz ist da auch vorhanden", sagt Meyer und erinnert an die Salzknappheit vor zwei Jahren, die so nicht wieder vorkommen soll. "Egal ob der Winter hart wird oder mild - wir sind bereit", sagt Meyer.