Auszeichnung

Auf nach Oslo: Schwarzenbek feiert den Friedensnobelpreis

Schwarzenbek/Geesthacht. Wenn am Montag, 10. Dezember, der Friedensnobelpreis in der norwegischen Hauptstadt Oslo an die Europäische Union (EU) verliehen wird, soll eine Delegation nach Oslo reisen und in Schwarzenbek ein Bürgerfest gefeiert werden.

Diese Idee entstand spontan am Wochenende: Das Nobelpreiskomitee, das den Preis traditionell am Todestag des Stifters verleiht, hatte in seiner Begründung die friedensstiftende Arbeit der Europäischen Union hervorgehoben. "Und genau dafür hat Schwarzenbek im Jahr 1961 den Europapreis erhalten", erinnert der CDU-Ortsvorsitzende Frank Schmeil an das Wirken von Hans Koch (1909-1993), der sich als Bürgermeister der europäischen Verbrüderungsarbeit widmete und 1955 einen Städtebund initiierte, der bis heute besteht.

Auch das Geesthachter Komitee für Internationale Begegnungen, das die drei Städtepartnerschaften der Stadt koordiniert, begrüßt den Friedensnobelpreis ausdrücklich. "Das ist eine tolle Auszeichnung", sagt die Vorsitzende Sabine Manow. Ob die Verleihung auch in Geesthacht gefeiert wird, ist allerdings noch offen. "Wir haben nach den Ferien unser nächstes Treffen, dann steht der Nobelpreis auch auf der Tagesordnung und wir diskutieren, ob auch wir etwas planen." Immerhin ist der Geesthachter Ortsteil Krümmel eine ehemalige Wirkungsstätte von Alfred Nobel - hier erfand er im 19. Jahrhundert das Dynamit. Aus seinem Vermögen wurde schließlich der Nobelpreis gestiftet.

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