Bauarbeiten

Stau - damit der Verkehr hier bald besser fließt

Moorfleet. Wieder mal eine Geduldsprobe für Autofahrer auf der A 1 und der Marschenautobahn (A 25): Zwischen den Baustellen im Raum Öjendorf und Stillhorn/Maschener Kreuz ist nun auch der Verkehr auf der Norderelbbrücke zwischen den Autobahndreiecken Hamburg-Süd und Hamburg-Südost in beiden Richtungen auf zwei Spuren reduziert.

Grund ist diesmal aber nicht wie in den Sommermonaten der vergangenen Jahren eine missglückte und daher erneute Asphaltierung, sondern eine technisch Aufrüstung der Strecke: Zwischen dem Moorfleeter Tunnel und der Landesgrenze zu Niedersachsen entsteht an der A 1 bis zum Jahresende eine sogenannte Streckenbeeinflussungsanlage.

Im Abstand von 1000 bis 1500 Metern werden in beiden Richtungen Wechselverkehrszeichen, zumeist an Schilderbrücken über der Fahrbahn, errichtet. Sie ermöglichen die situationsangepasste Verkehrssteuerung mit wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stau-, Nebel-, Glatteis- und Unfallwarnungen sowie Umleitungsempfehlungen. "Ziel der Investition ist ein optimaler Verkehrsfluss", erklärt Helga Lemcke-Knoll vom Hamburger Landesamt Straßen und Brücken. Die etwa 6,7 Millionen Euro teure Anlage wird von der Verkehrsleitzentrale der Polizei überwacht und bedient.

Verengung zunächst bis zum 24. Juli geplant

Derzeit werden nach Worten von Lemcke-Knoll die Bohrpfähle für die tonnenschwere Beschilderung hergestellt. Dafür ist es noch bis 24. Juli erforderlich, die Strecke auf zwei Fahrstreifen je Richtung zu verengen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für März 2013 avisiert. In Hamburg gibt es ein vergleichbares System bereits seit 2001 auf der A 7 und der A 23 nördlich und südlich des Elbtunnels.

Nach Auskunft des Landesamts reduzieren die elektronischen Anzeigetafeln die Staugefahr. Die Zahl der Unfälle soll um 30 bis 50 Prozent sinken, die Kapazität der Strecken wird um bis zu zehn Prozent steigen. Weitere Wirkungen der Streckenbeeinflussungsanlage bestehen im veränderten Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverhalten der Fahrer, was den CO2-Ausstoß senkt. Ein Vergleich mit einer Untersuchung auf der Berliner Stadtautobahn lässt Hamburg an der A 1 auf jährlich 700 Tonnen weniger CO2-Ausstoß hoffen.