Kinder- und Jugendhilfe

Finanzflaute trifft die "Blaue Welle"

Neuallermöhe (stri). Sie haben im Bezirksamt rauf und runter gerechnet:

Wenn das DRK-Spielhaus "Blaue Welle" in Neuallermöhe geschlossen wird und andere Einrichtungen ein bisschen ausdünnen, würden in der Bergedorfer Kinder- und Jugendhilfe 264 413 Euro gespart werden können. Bliebe ein ungedeckter Betrag von 24 487 Euro - wenn Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) im Herbst tatsächlich, also auch gegen den Willen vieler Genossen, zehn Prozent der Zuweisungen kürzen will.

Das der Streichungsplan jetzt publik wurde, ist offenbar ein Versehen. "Wir wollten mit unseren Kürzungsvorschlägen eigentlich noch nicht an die Öffentlichkeit, das war ein peinliches Büro-Versehen. Zunächst werden wir im Oktober einen Jugendhilfeplan vorlegen", müht sich Bezirksamtsleiter Arne Dornquast (SPD), die entstehenden Wogen zu glätten.

Dennoch wollen einige Mütter aus der "Blauen Welle" heute bei der Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses protestieren: "Ein Spielhaus ist viel flexibler und familiärer als eine Kita", sagen sie. S. 11

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