Wetter

"Otto" sei Dank: Sonne satt noch bis nach Pfingsten

Bergedorf. Wenn das keine perfekten Aussichten für ein Wochenende im Freien sind: Für Hamburg und Umgebung werden in den nächsten Tagen sommerliche Temperaturen und viel Sonnenschein erwartet. Die Gefahr für Regen und Gewitter geht gegen null.

Aktivitäten unter freiem Himmel wie Grillen, Baden oder Radfahren steht wettertechnisch also nichts im Wege. Dennoch heißt es Vorsicht: Erhöhte Sonnen- und Waldbrandgefahr könnten zum Spaßverderber werden.

Das Hochdruckgebiet "Otto" sorgte schon in den vergangenen Tagen für hochsommerliche Temperaturen in Deutschland. Im Osten des Landes kletterte das Quecksilber auf über 30 Grad und auch in Hamburg hielt der Sommer Einzug. Selbst von den gebietsweise unwetterartigen Regenschauern am Mittwochmorgen ließ sich die Sonne nicht vertreiben. Kurze Zeit später stand sie wieder am Himmel und schien stundenlang.

Die gute Nachricht: Es soll auch in den nächsten Tagen viel Sonnenschein geben. Das Thermometer wird aber geringere Werte anzeigen: "Tagsüber liegen die Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad", sagte der Wetterexperte Dominik Jung von www.wetter.net . In der prallen Sonne würden sich die Temperaturen allerdings noch deutlich wärmer anfühlen, so Jung. Eine Abkühlung gibt es in den Morgenstunden: "Bei sieben bis elf Grad kann man die Wohnung ordentlich durchlüften", sagte Jung.

Grund für die sinkenden Temperaturen ist der komplette Austausch mit Luftmassen aus Osteuropa. Dadurch werde laut Jung zudem die Luftfeuchtigkeit sinken. Damit hat auch die Schwüle ein Ende, was besonders Menschen freuen wird, die bei solchen Wetterbedingungen zu Kreislaufbeschwerden neigen. Laut Jung sei die hohe Luftfeuchtigkeit der vergangenen Tage dafür verantwortlich, dass hohe Temperaturen noch wärmer und unangenehmer empfunden werden. An Pfingsten werde die Luftfeuchtigkeit bei etwa 50 Prozent liegen. "Das ist ein angenehmer Bereich", sagte Jung.

Mit der Schwüle verschwindet auch die Unwettergefahr. Regen und Gewitter seien laut Jung in Bergedorf und im Umland sehr unwahrscheinlich: "Die Gefahr liegt höchstens bei fünf Prozent". Stattdessen gibt es Sonne satt: Täglich wird die Sonne rund 15 Stunden scheinen - mehr geht nicht. Die Voraussetzungen für ausgiebige Spaziergänge oder Radtouren könnten also nicht besser sein. Bei Aktivitäten im Freien sollte laut dem Wetterexperten Jung aber besondere Vorsicht gelten: "Die Sonnenbrandgefahr ist hoch". Vom wolkenfreien Himmel trifft die Sonne ungehindert auf die Haut. Schon nach zehn Minuten im Freien kann die direkte Sonneneinstrahlung zu schädlichem Sonnenbrand führen. Deswegen gilt bei Aufenthalten unter blauem Himmel: Eincremen nicht vergessen! Auch zu einer Kopfbedeckung zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung rät der Meteorologe.

Auch beim Grillen sei oberste Vorsicht geboten. Gras und Laub von Wiesen und Parks sind durch die Wärme der vergangenen Tage sehr trocken. Dadurch sei die Waldbrandgefahr laut dem Wetterexperten hoch. Bei Grillrunden sollte die Glut also nicht aus dem Auge gelassen und die Asche sorgfältig entsorgt werden. "Man sollte sehr aufpassen, sonst brennt mehr als der Grill", warnte Jung.

Passend zum verlängerten Wochenende gibt es nach dem kühlen Frühling jetzt also einen frühen Sommer. Und auch für die Menschen, die das Wetter der nächsten Tagen nicht im Freien genießen können, hat Meteorologe Jung eine gute Nachricht: "Es soll auch nach Pfingsten noch so weitergehen".