Hochwasser

Packeis staut sich bis Lauenburg

Geesthacht (tja). Die Eis- und Hochwasser-Situation an der Elbe hat sich am Wochenende weiter verschärft. Die Eisbrecher kommen kaum voran, um die Eis-Barriere zu knacken.

Dahinter stauen sich die elbabwärts treibenden Eisschollen immer weiter gen Osten zurück und behindern den Wasserabfluss. Folge: Hochwasser. Entlang des Ufers sind in Geesthacht Wege und Plätze überschwemmt, und das Wasser steigt weiter.

Erstmals in der Geschichte des Eisaufbruchs an der Elbe waren die Eisbrecher auch nachts im Einsatz. "Wir müssen jedes ablaufende Wasser nutzen, um das Eis zu knacken und die gebrochenen Schollen Richtung Nordsee loszuwerden", erklärte Andreas Schultz. Er koordiniert von Bord des "Büffel" aus den Einsatz. Schultz: "Wir haben einen ganz schönen Brocken Arbeit vor uns." Nur langsam kommen "Büffel", "Widder", "Wisent" und das erst im Herbst 2011 in Dienst gestellte neue Flaggschiff der Flotte, der "Keiler" vorwärts.

Die vier Eisbrecher arbeiten direkt an der Eiskante, vier weitere Eisbrecher sorgen im Hintergrund für einen geordneten Abfluss des zerbrochenen Eises. Ein Knochenjob in Abhängigkeit von Ebbe und Flut. Eigentlich ist es nachts aufgrund der Dunkelheit zu gefährlich für den Einsatz der Spezialschiffe, weil die Eisbrocken oft unkontrolliert abbrechen. Sie könnten die Eisbrecher in Notlagen bringen.

Und mittlerweile staut sich das Packeis bis weit hinter Lauenburg zurück. Für die Eisbrecher jede Menge Arbeit. Seite 17