Widerspruch

Flutung der Elbwiesen: Geesthacht sagt Nein

Geesthacht (tja). Die Stadt Geesthacht wehrt sich weiter mit aller Macht gegen die geplante Öffnung des Schleusenleitdamms als Naturschutzprojekt.

Am 18. Mai endet die Frist, innerhalb der Einwendungen gegen die geplante Überflutung der Borghorster Elbwiesen zwischen Geesthacht und Altengamme eingereicht werden können. Im Ausschuss für Umwelt und Planung segneten die Politiker jetzt eine mehrseitige Stellungnahme der Stadt ab. Tenor: Die Stadt ist gegen das Projekt, das als ökologischer Ausgleich für die Zuschüttung des Mühlenberger Lochs in Hamburg als Erweiterungsfläche des Airbus-Werkes dienen soll, weil durch unkontrolliertes Wasser negative Auswirkungen befürchtet werden. Sollte das Projekt kommen, fordert die Stadt zahlreiche Maßnahmen.

"Das Vorhaben bewegt uns schon seit 2003, jetzt nur in anderem Gewande", sagt Bürgermeister Volker Manow. Ursprünglich hieß die geplante Maßnahme "Life-Projekt", jetzt "Kohärenzsicherungsverfahren". Wie berichtet, soll der Schleusenleitdamm geöffnet werden, um die dahinter liegenden Elbwiesen wieder für eine natürliche Überflutung freizugeben. Bei Sturmflut und Hochwasser könnte das Wasser der Elbe bis in die Besenhorster Sandberge laufen. Ein Sperr- und Schöpfwerk soll helfen, den Wasserstand zu regulieren. Doch die Anwohner fürchten trotzdem das Grundwasser.

"Den Unmut und das Misstrauen der Betroffenen kann ich nachvollziehen", sagt Manow. Es wirke auf ihn, als habe die Projekt-Realisierungsgesellschaft (ReGe) der Stadt Hamburg sich die Messdaten so hinrechnen lassen, wie man es brauche. "Man weiß nicht, ob die Berechnungen stimmen", so Manow. Das Thema sei für Prüfungen zu komplex.

Auch Bergedorfs Verwaltung und Politik haben etliche Forderungen - darunter ein Beweissicherungsverfahren und eine Beweislastumkehr. Fortsetzung S. 19