Ein großes Haus für Bedürftige und Alte

Von Denise Ariaane Funke

Schwarzenbek.
Seit eineinhalb Jahren hat Andreas Ellermann (50) seine Stiftung, mit der er bedürftigen Menschen helfen will. Vor allem die Bekämpfung der Altersarmut und der Obdachlosigkeit liegt dem Entertainer am Herzen. Jetzt sucht der 50-Jährige in Schwarzenbek und Umgebung nach einem großen Haus für seine Stiftung.

Immobilien hat er in der Europastadt bereits. Ellermann ist Eigentümer der ehemaligen Gaststätte an der Ecke Berliner/Kollower Straße, die er zu einem Wohnhaus umfunktionierte. Seit Kurzem gehören ihm auch Teile der Passage mit mehreren Ladengeschäften.

Für die Stiftung sucht er allerdings eine wesentlich größere Immobilie, die bei Veranstaltungen Platz für mindestens 100 Personen bieten soll. In dem Haus will er diese Menschen bekochen lassen, ihnen Unterhaltung bieten und auch Bekleidung an Bedürftige verteilen. "Schön wäre es, wenn ich schon dieses Jahr Menschen dorthin zu einer Weihnachtsfeier einladen könnte", sagt Ellermann. Falls er bis dahin kein passendes Objekt gefunden hat, soll es trotzdem eine Weihnachtsfeier in einer öffentlichen Einrichtung geben. Erfahrungen mit großen Veranstaltungen hat der Entertainer reichlich. Er organisierte unter anderem Stadtfeste.

Aber auch im karitativen Bereich hat der 50-Jährige in den vergangenen Monaten schon Erfahrungen gesammelt. Er hat unter anderem Bedürftige eingeladen und ihnen gemeinsam mit Prominenten unterhaltsame Nachmittage beschert. "Diese Veranstaltungen kamen gut an. In einem Reinbeker Restaurant waren 80 Gäste dabei. In Hamburg kamen rund 200 Obdachlose", berichtet der Entertainer. "Altersarmut und Obdachlose liegen mir sehr am Herzen. Jetzt helfen alle den Flüchtlingen. Das ist gut. Aber auch die Not im eigenen Land darf dabei nicht vergessen werden", sagt Ellermann, der selbst aus einfachen Verhältnissen stammt. "Mein Vater war Friedhofsgärtner, meine Mutter Hausfrau. Taschengeld habe ich nie bekommen."

Von seiner beruflichen Wegbegleiterin, der verstorbenen Schauspielerin Heidi Kabel, hat er viel in puncto Mildtätigkeit gelernt. "Heidi Kabel war sich nie zu schade, auch mal einen Menschen, der ein paar Tage keine Dusche gesehen hat, in den Arm zu nehmen. Sozial Schwache dürfen nicht ausgegrenzt werden", sagt der HH-1-Moderator. "Ich habe Glück gehabt, mir geht es gut, nun will ich etwas davon abgeben", sagt er.

Mit seiner am 5. Mai 2014 gegründeten Ellermann Stiftung hat der Entertainer inzwischen viel bewegt. "Wir haben unter anderem Decken an Obdachlose verteilt, das Tierheim Süderstraße mit Futterspenden unterstützen können und einem Schwarzenbeker Mädchen ein gestohlenes Fahrrad ersetzt", berichtet der Moderator.

In dieser Woche unterstützte er den Stadtjugendring Schwarzenbek mit 250 Euro. Der Verein braucht dringend Sweatshirts für seine neuen ehrenamtlichen Helfer. Die Scheckübergabe in Schwarzenbek ist in der Sendung "Ellermanns Welt" am Sonntag, 4. Oktober, um 21.15 Uhr und am Montag, 5. Oktober, um 15 Uhr auf HH 1 zu sehen. Wer eine Idee für ein passendes Gebäude hat, kann sich bei Jennifer Ellermann unter (040) 7 28 17 00 melden.