Testbetrieb

Halbes Jahr Probeparken auf dem Ritter-Wulf-Platz

Schwarzenbek (sh). Braucht Schwarzenbek zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt?

Darüber gehen die Meinungen in der Politik auseinander. Genauere Erkenntnisse soll ein halbjähriger Probebetrieb mit vorerst 16 Stellplätzen auf dem Ritter-Wulf-Platz erbringen. Losgehen soll es so schnell wie möglich. Darauf haben sich die Politiker am Donnerstagabend im Bauausschuss verständigt. Bauamtsleiter Ralf Hinzmann hat den Politikern eine kostengünstige Variante für die Testphase präsentiert. "Da es sich um Natursteinpflaster handelt, können wir keine Markierungen aufmalen. Wir müssen die Flächen mit speziellen Nägeln markieren. Außerdem benötigen wir eine Absperrung, damit nicht der gesamte Platz zum Parken genutzt wird", sagte der Bauamtsleiter. Nach ersten Angeboten betragen die Kosten für die provisorische Herrichtung des Platzes zwischen 6700 und 8000 Euro.

Die Zufahrt würde über eine bereits bestehende Einfahrt neben der Spielhalle direkt gegenüber dem alten Amtsgericht erfolgen. Die Autos würden also nicht über den Zebrastreifen auf den Platz fahren, wie es die Marktbeschicker an den Markttagen (Mittwoch und Sonnabend jeweils von 7 bis 13 Uhr) tun.

Losgehen soll der Testbetrieb so schnell wie möglich. Allerdings wird der Parkplatz erst richtig interessant, wenn Jugendtreff und Kaiserhof (Markt 6 und 8) abgerissen und durch den Neubau der Raiffeisenbank ersetzt sind. Der Ritter-Wulf-Platz wäre keine 50 Meter von dem Gebäudekomplex entfernt. "Der Investor hat bereits signalisiert, dass er sich an den Kosten für die Parkplätze beteiligen werde", sagte Hinzmann. "Und wenn wir feststellen, dass wir mehr als 16 Parkplätze benötigen, werden wir eine Lösung finden", fügte Gerhard Moldenhauer (CDU) hinzu.