Schwarzenbek

Müll am Lupuspark bereitet Sorgen

Containerstellplatz: Diebe plündern Altkleidercontainer und lassen Unrat liegen - Putzaktion geplant

Papier und gebrauchte Kleidung am Lupuspark, Sperrmüll in der Feldmark und Kaffeebecher aus Pappe an den Bushaltestellen. Es gibt schon einige Ecken in Schwarzenbek, die nicht gerade einladend aussehen. "Ein generelles Müllproblem haben wir aber nicht", betont Ordnungsamtsleiterin Petra Scheerer. Der einzige wirkliche Brennpunkt seien die Altpapier- und Kleidercontainer auf dem Parkplatz bei Aldi am Hans-Koch-Ring im Lupuspark. Wenn die voll sind und Nutzer ihren Müll danebenlegen, weht der Wind Zeitungen und Kleidungsstücke davon. "Was im Umfeld liegen bleibt, räumt der Bauhof weg. Aber Sachen, die auf das angrenzende Grundstück an der B 207 wehen, können wir nicht beseitigen", sagt Scheerer. "Das ist Privatgelände, zu dem wir keinen Zutritt haben. Aber von der Straße aus ist der Müll natürlich zu sehen."

Allerdings gibt es auch Menschen, die Beutel mit Kleidung aus den Altkleidercontainern ziehen, um diese zu stehlen. Das hat die Schwarzenbekerin Irmgard Teßmann beobachtet. Die Diebe reißen die Beutel auf, nehmen, was ihnen wertvoll erscheint und lassen den Rest auf dem Boden liegen oder werfen die Sachen auf das brach liegende Grundstück.

Probleme gibt es auch immer wieder an den Ortsausgängen. "Es gibt ganz offensichtlich Autofahrer, die ihren Müll dort aus dem Fenster werfen", sagt Scheerer. Auch an Bushaltestellen sammelt sich immer wieder Müll.

Über Unrat und Zigarettenkippen auf den Fußwegen im Stadtgebiet sowie über eine Vermüllung am Verbindungsweg zwischen Gülzower und Danziger Straße klagt dagegen die Schwarzenbekerin Elli Güldensupp.

Am Sonnabend, 28. März, soll alles besser werden: Nach einem Jahr Pause will die Stadt unter dem Motto "Schwarzenbek picobello" wieder an der landesweiten Aktion "Unser sauberes Schleswig-Holstein" teilnehmen. "Wir sind noch in der Planung. Aber es wird wohl wieder um 10 Uhr losgehen. Start- und Zielpunkt soll die Feuerwehrwache an der Lauenburger Straße sein", kündigt Petra Scheerer an.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Aktion abgesagt, weil sich im Laufe der Jahre immer weniger Schwarzenbeker daran beteiligten und am Ende die Mitglieder der Jugendfeuerwehr fast unter sich blieben. Die Feuerwehr will aber in jedem Fall weitermachen, deshalb bittet die Stadt die Bürger, sich rege an der Aktion zu beteiligen. "Müllsäcke und Greifzangen gibt's vom Bauhof. Am Ende werden wir vermutlich als Dankeschön Würstchen grillen", sagt die Ordnungsamtsleiterin.

Bei der letzten Aktion im April 2013 sammelten die Helfer übrigens fünf Kubikmeter Müll im Stadtgebiet.