Basthorst

Sandra von Ruffin: "Einmal Bond-Girl sein - warum nicht?"

Interview: Basthorsterin heute in ihrem ersten großen ARD-Film

Heute um 20.15 Uhr hat Sandra von Ruffin ihren großen Auftritt. Die 27-jährige Tochter von Vicky Leandros und Freiherr Enno von Ruffin ist im emotionalen ARD-Liebeskrimi "Ein Fall von Liebe - Annas Baby" als Nebendarstellerin "Leonie" zu sehen. Im Gegensatz zur singenden Mama setzt Sandra von Ruffin also voll auf die Karte Schauspielerei. Die Wahl-Berlinerin kann aber ausgerechnet heute Abend nicht fernsehen: Sie weilt bei den Hofer Filmtagen. Jan Schubert unterhielt sich mit der adeligen Darstellerin über Fernsehen, Fernweh und Vorfreuden.

Frau von Ruffin, wie fühlt es sich für eine junge Schauspielerin an, zur besten Sendezeit gesendet zu werden?

Das ist ein sehr aufregendes Gefühl. Schließlich ist es mein erster Fernsehfilm, der zur Hauptsendezeit läuft. Es ist ja auch eine tolle Besetzung mit Francis Fulton-Smith und Mariella Ahrens, und die Dreharbeiten, die ja schon im Jahre 2012 stattfanden, waren auch super. Ich war damals noch in der Schauspielschule in London ganz am Anfang und wurde extra für die Dreharbeiten aus der Schule herausgeholt.

Ohne zu viel zu verraten: In welcher Rolle werden wir Sie heute Abend sehen?

Das Buch heißt "Annas Baby", und ich spiele die beste Freundin von Anna, die betrogen wird und bei mir Unterstützung sucht. Ich spiele eine sehr schöne Nebenrolle.

Sie sind in Basthorst aufgewachsen. Welche Beziehung oder Erinnerungen haben Sie noch an diesen Ort?

Natürlich habe ich unglaublich viele Erinnerungen, schließlich habe ich auf dem Land über die Hälfte meines Lebens verbracht. Ich habe in Wohltorf Tennis gespielt, in Lütjensee Handball, bin in Trittau zur Schule gegangen. Ich habe eine gute, schöne Verbindung dorthin und komme immer gern zurück, wenn es die Zeit zulässt, zum Beispiel zum Weihnachtsmarkt.

Dennoch haben Sie mit 16 Jahren ihr Elternhaus in Richtung London verlassen.

Das war mein Wunsch. Ich wollte immer schon gern ins Ausland gehen. Für mich war das insgesamt eine riesengroße Bereicherung. Das hat mir sehr weiter geholfen, vor allem auch menschlich. Ich habe dort im Internat mit 30 gleichaltrigen Mädchen in einem Haus gewohnt, hatte meine besten Freunde 24 Stunden um mich herum. Es ist so wie eine ewig lange Klassenfahrt, die nicht aufhört.

Es heißt, jede Schauspielerin träume von einem Hollywood-Engagement. Ist das auch Ihr großer Wunsch?

Eigentlich habe ich verschiedene Träume und Vorstellungen, möchte unglaublich gern in Griechenland und in London drehen, in fremden Sprachen Filme machen. Das ist mein Traum, weil Berlin, London, Athen meine Lebensmittelpunkte gewesen sind. Ich denke im Moment eher europäisch, möchte aber nichts ausschließen. Denn ich freue mich auf alles, was kommt.

Gibt's die Traumrolle für Sie?

Da gibt es leider unendlich viele. Das reicht von Marie Antoinette bis Edith Piaf zu allem, was einen dramatischen Spannungsbogen besitzt.

Sie sind sehr sportlich, besitzen den Segel-, Jagd- und Waffenschein - ideal für den Job als nächstes Bond-Girl.

Schlagen Sie mich doch einmal vor, bitte (lacht).

Gern, kann ich machen.

Okay, Deal. Bond-Girl - warum nicht? Ich würde genauso gern das Bond-Girl wie die Rolle der Edith Piaf oder in einem Historienfilm spielen.

Ihr nächster Film?

Gerade drehe ich in Berlin und bin als nächstes im November in "Toleranz", einem Fernsehfilm der ARD/BR, als eine Handballspielerin zu sehen.

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