Schlittenhundetreffen

Tierisches Vergnügen im Forst

Schwarzenbek (rz). Die Huskies Layka und Major sind unruhig. Beide Hunde können es kaum erwarten, von Anja Regul vor den Trainingswagen gespannt zu werden, um mit dem Gefährt eine zwei Kilometer lange Runde durch den Rülauer Wald zu laufen.

Der war am Wochenende fest in der Hand der Husky-Besitzer. Regul war mit ihren sechs Huskies extra mit dem Wohnwagen aus Nienburg in Niedersachsen angereist. Zusammen mit 15 weiteren Gleichgesinnten der Gruppe "Nordische on tour" genoss sie das frostige Wochenende in Schwarzenbek und die Touren durch den Forst.

"Auf geht's", rief sie den Hunden zu und lenkte den Wagen durch die Verlagerung ihres Körpers nach links und rechts. Die Hunde kamen schnell in Fahrt und schon nach zwölf Minuten brachten die Tiere den Wagen samt Hundebesitzerin zurück.

"Für viele Fahrten mit dem Schlitten reicht der Schnee leider doch nicht. Die Wege sind nicht durchgehend bedeckt, an vielen Stellen ist nur Erde", bedauerte Christian Beuthien aus Badendorf bei Lübeck. Zudem werden einige Wege von Wildschweinen, die nach Nahrung suchen, täglich aufgewühlt und die Schneeschicht ist dahin.

So entschieden sich die Besitzer der Polarhunde vorwiegend für Fahrten mit dem Trainingswagen und ausgiebige Spaziergänge bei eisigem Wetter durch die Winterlandschaft. "Vier bis fünf Stunden Auslauf am Tag brauchen diese Hunde. Bei diesem Wetter mit der klaren Luft, dem Frost und Sonnenschein sind sie in ihrem Element", freute sich Jürgen Thiemann. Der 74-jährige Schwarzenbeker organisierte das Treffen.

Thiemann ist ein erfahrener Huskyhalter und lebt seit 20 Jahren mit ihnen. Zeitweise hatte er zwölf Huskies, acht eigene und vier zur Pflege aus Tierheimen und aus der Polarhunde-Nothilfe. Jetzt ist nur noch der 13-jährige Mahruk bei ihm. 2008 kam er in schlechten Zustand über die Nothilfe zu dem ehemaligen Schiffsingenieur. Mahruk lebte durch die Zweisamkeit, die gute Versorgung und viele Spaziergänge wieder auf und beide genießen nun ihr Rentnerdasein. "Wir sind schließlich fast gleich alt und haben ja auch beide weißes Haar", schmunzelt Thiemann.